Spiel gegen Holstein Kiel Füllkrug kritisiert Umstellung von Werder-Interimstrainer Brand 

Zur Niederlage gegen Holstein Kiel hat nach Einschätzung von Werder-Stürmer Niclas Füllkrug auch die von Interimstrainer Brand vorgenommene Umstellung im Spielsystem beigetragen.
28.11.2021, 09:26
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

Er hatte mit seinem Tor aus gut 30 Metern für den äußerst sehenswerten Lichtblick während Werders Bremens 1:2-Auswärtsniederlage bei Holstein Kiel gesorgt - positiven Einfluss auf Niclas Füllkrugs Laune hatte das nach dem Spiel aber nicht mal ansatzweise. Dafür waren Ärger und Irritation des Stürmers einfach viel zu groß. Ärger über das Spiel an sich. Und Irritation über die taktischen Begleitumstände, die in Füllkrugs Augen zur Niederlage beigetragen hatten.

"Diese Woche haben wir schon viel verändert, und das hat man uns auch angemerkt", sagte Füllkrug, dessen Team unter Interimstrainer Christian Brand in Kiel überraschend in einem 4-4-2-System mit einer Doppelsechs begonnen hatte. Während des vorangegangenen Spiels gegen Schalke 04 (1:1) hatte der inzwischen an Covid-19 erkrankte Danijel Zenkovic als erster Vertreter des zurückgetretenen Markus Anfang noch an dessen 3-5-2-System festgehalten. Brand hingegen stellte vor der Partie in Kiel um - und die Mannschaft damit offenbar vor Probleme.

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"Es war eine total schwierige Situation, fast noch schwieriger als in der vergangenen Woche", sagte Füllkrug, "denn vor dem Schalke-Spiel haben wir es noch einfach gehalten." Heißt: Das neue System ist dem Team nicht sonderlich bekommen, was die Frage in den Fokus rückt, warum Brand für die voraussichtlich nur eine Partie, in der er das Sagen bei den Werder-Profis hatte, überhaupt eine derartige Veränderung vorgenommen hat?

Die Antwort des 49-Jährigen: "Wir haben uns Kiel genau angeschaut, und eine Dreierkette hätte einfach keinen Sinn ergeben." Zudem sei die Niederlage am Ende nicht an taktischen Dingen festzumachen. "Unser Problem war nicht die Grundordnung, unser Problem war, dass wir extrem viele Bälle verloren haben", sagte Brand. Da sei es hinterher "natürlich total einfach zu sagen: Wir haben vorher das gemacht und jetzt machen wir dies." Mit der Mannschaft sei während der Vorbereitung auf das Kiel-Spiel alles abgesprochen, das System entsprechend trainiert worden.

Sportchef Frank Baumann pflichtete dem Interimstrainer bei. "Es war kein Riesenunterschied zu dem, was wir lange gespielt haben", sagte er. Und betonte: "Es gab ja auch Gründe, warum Markus Anfang mal das System verändert hat, und jetzt gab es Gründe, warum Christian Brand es getan hat." Gegen Kiels breit stehende Außenangreifer hätte eine Viererkette mit entsprechend klarer Zuteilung der Mannschaft eine gewisse Sicherheit geben können. Zu sehen war davon auf dem Platz allerdings nur wenig.

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