So könnte Werder in Jena spielen

Wer darf neben Sargent stürmen?

In der Offensive hat Florian Kohfeldt die freie Auswahl, gegen Carl Zeiss Jena sind echte Torjägerqualitäten gefragt, um ungefährdet in die zweite Runde einzuziehen. Wen also wird der Coach spielen lassen?
11.09.2020, 16:25
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Wer darf neben Sargent stürmen?
Von Malte Bürger
Wer darf neben Sargent stürmen?

Josh Sargent könnte auch gegen Jena gemeinsam mit Yuya Osako auflaufen.

nordphoto

Die Fallhöhe ist hoch. Was soll gegen einen Regionalligisten denn eigentlich schon schiefgehen? Wer sich allerdings mit einer derartigen Frage beschäftigt, wird von Florian Kohfeldt postwendend ausgebremst. "Samstag ist der Saisonstart, nicht eine Woche später gegen Hertha“, betont der 37-Jährige. Soll heißen: Der Pokal-Auftakt beim FC Carl Zeiss Jena (20.45 Uhr) soll von allen Beteiligten tunlichst ernst genommen werden.

In den beiden vergangenen Jahren erfüllte Werder jeweils die auferlegte Favoritenrolle, legte die gewünschte Intensität an den Tag. Das Fußballfest gegen den SV Atlas Delmenhorst wurde ebenso mit 6:1 gewonnen wie das Duell mit Wormatia Worms zwölf Monate zuvor. Ein Ergebnis, das angesichts der Vorzeichen auch dieses Mal nicht unrealistisch erscheint. Die Bremer sind torreich und ungeschlagen durch ihre Vorbereitung gerauscht, der runderneuerte Drittliga-Absteiger aus Thüringen legte eine Etage tiefer mit nur einem Sieg aus den ersten fünf Saisonspielen einen klassischen Fehlstart hin.

Mbom und Rashica fehlen

Verzichten muss Florian Kohfeldt auf Jean-Manuel Mbom (Mandelentzündung) und Milot Rashica (Knieverletzung), ansonsten hat der Chefcoach die Qual der Wahl bei der Benennung seiner Startelf. Niklas Moisander galt lange Zeit als Wackelkandidat, nachdem er nun erneut zum Kapitän ernannt würde, dürfte er in Jena von Beginn an dabei sein – zumal sein direkter Konkurrent Marco Friedl zuletzt mit der österreichischen U21 unterwegs war. Gut möglich aber, dass die Karten schon vor dem Bundesliga-Start komplett neu gemischt werden und dann der erholte Friedl die Nase vorn hat.

Der nahende Liga-Auftakt gegen die Hertha könnte dazu führen, dass Davy Klaassen in Jena noch geschont wird. Der 27-Jährige gehört nach seiner Knieblessur zwar zum Kader, Werder sollte die Pokalhürde aber im Normalfall auch ohne ihn nehmen können. Für Klaassen könnte Nick Woltemade ins Team rutschen, der 18-Jährige war bereits während der Testpartien mehrfach im Mittelfeld aufgeboten worden und hatte seine Sache dort gut gemacht. Aber auch der flexible Leonardo Bittencourt käme für diese Rolle infrage, wenngleich sich seine Stärken eher auf anderen Positionen ausspielen lassen.

Muss Chong erstmal auf die Bank?

Im Angriff hatte Kohfeldt schon vor einigen Tagen relativ deutlich gemacht, wem er das Vertrauen schenkt. „Josh ist in der Pole Position. Ich kann mir momentan keine Startelf ohne Josh vorstellen“, hatte der 37-Jährige gesagt. Da sich obendrein Davie Selke mit fünf Treffern in der Vorbereitung für eine Nominierung empfohlen hat, deutet einiges auf ein 4-4-2 mit klassischer Raute hin – in der Yuya Osako einmal mehr die Zehner-Position bekleidet. Flügelspieler Tahith Chong müsste demnach erst einmal auf die Bank, könnte allerdings als Joker sein Pflichtspieldebüt für Werder geben.

So könnte Werder spielen:

Pavlenka - Augustinsson, Moisander, Veljkovic, Gebre Selassie, Erras, M. Eggestein, Woltemade, Osako, Sargent, Selke

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