Gedankenspiele ohne Ducksch Werder-Trainer Anfang: Füllkrug kann uns vorne sicherlich auch helfen

Auch wenn er die Rückenprobleme von Marvin Ducksch als nicht so gravierend einschätzt, hat sich Werder-Trainer Markus Anfang Gedanken gemacht, wer Ducksch gegen Darmstadt ersetzen könnte.
16.10.2021, 11:57
Lesedauer: 2 Min
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Von Carsten Sander

So richtig groß sind die Zweifel an einem Einsatz von Marvin Ducksch nicht. Die Rückenprobleme sind zwar noch da bei dem Bremer Stürmer, werden von Markus Anfang aber nicht als gravierend eingeschätzt. Dennoch ist es vor dem Spiel bei Darmstadt 98 (Sonntag, 13.30 Uhr) die Pflicht des Werder-Trainers, bei auch nur kleinsten Anzeichen einen etwaigen Ausfall zu durchdenken. Was er auch getan hat.

Und die Überlegungen haben ihn zu der Erkenntnis kommen lassen, dass es auch ohne den mit vier Toren und zwei Assists besten Scorer des Teams gehen würde. „Marvin hat mit seinen Toren seinen Anteil am Erfolg der Mannschaft, keine Frage. Aber wir sind auch weit davon entfernt, zu sagen, dass bei uns alles zusammenbricht, wenn er nicht dabei ist“, sagt Anfang und verweist „auf andere Spieler, die auch Tore schießen können“.

Das sollte so sein. Aber zuletzt ist es nun mal vor allem Ducksch gewesen, der für die offensiven Akzente gesorgt hat. Dass er sich nun seit Tagen mit Rückenproblemen plagt, beunruhigt Anfang zwar nicht über die Maßen, weil die Rückmeldungen des Spielers wenig dramatisch sind, der Coach traut sich aber auch nicht, Entwarnung zu geben: „Er spürt halt noch etwas im Rücken.“

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Wenn Anfang über die möglichen Alternativen zu Ducksch spricht, bleibt er auffällig allgemein, nennt keine Namen. „Wir haben viele Spieler, die Spiele entscheiden können. Wir wären dankbar dafür, wenn auch andere Spieler ihre Quoten hochtreiben würden“, sagt er. Damit er über Niclas Füllkrug, die naheliegendste Lösung als möglicher Vertreter im Sturmzentrum, spricht, muss er schon auf den 28-Jährigen angesprochen werden. Frage: Könnte auch Füllkrug das für die Mannschaft leisten, was Ducksch geleistet hat? Antwort Anfang: „Er ist fester Bestandteil dieser Mannschaft, und Fülle kann uns vorne sicherlich auch helfen. Logischerweise, denn das hat er in der Vergangenheit hier schon gezeigt.“

In der Gegenwart ist die Treffsicherheit aber weg, das Selbstvertrauen entsprechend auch. Als „Verlierer“ sieht sich Füllkrug in der augenblicklichen Situation, ein Gedanke, den Anfang schon als „zu drastisch“ bezeichnet hatte. Dass er aber in dem Torjäger mit Betriebsstörung tatsächlich die Lösung sehen würde, falls Ducksch doch fehlen sollte, mag der Trainer so klar nicht sagen. Stattdessen liefert er Worte der Zuversicht, eingeleitet mit Worten der Kritik: „Fülle hatte in den Spielen die Gelegenheit, das eine oder andere Tor zu machen. Ohne das Thema jetzt groß aufzumachen, weiß er das auch. Wir werden daran arbeiten, und ich bin davon überzeugt, dass er früher oder später wieder trifft.“ Für den Moment gilt aber: „Wir haben Fülle, wir haben aber auch noch Eren Dinkci, der vorne drin spielen kann."

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