Gewitter sorgt für Gesprächsstoff

Werder-Trainer sieht Rote Karte

Werders U 23 musste sich am Mittwochabend in der Regionalliga Nord mit einem 1:1-Remis gegen SC Weiche Flensburg begnügen. Für Aufregung sorgte die Rote Karte gegen Konrad Fünfstück.
29.08.2019, 09:18
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Werder-Trainer sieht Rote Karte
Von Jörg Niemeyer
Werder-Trainer sieht Rote Karte
imago images

Endlich Regen: Was für die Natur derzeit besonders gut ist, hat dem Fußball am Mittwochabend arg zu schaffen gemacht. Und beim SV Werder für Verärgerung gesorgt. Nicht, weil das Bundesliga-Spiel der U 17 gegen den FC St. Pauli kurzfristig abgesagt werden musste. Sondern, weil Schiedsrichter Marco Scharf (Cuxhaven) das Spiel der U 23 gegen den SC Weiche Flensburg nach zehn Minuten partout nicht unterbrechen wollte.

Es regnete, blitzte und donnerte, sodass der Arzt auf der Werder-Bank aus Sorge um die Gesundheit von Spielern und Zuschauern an den Assistenten herantrat und eine Unterbrechung forderte. So erklärte jedenfalls Björn Schierenbeck, der Direktor des Werder-Leistungszentrums, nach dem Abpfiff die für die Zuschauer unklare Situation in der zwölften Minute. Dass die Forderung der Gastgeber zu einem großen Aufreger wurde, lag an der Roten Karte, die Werder-Trainer Konrad Fünfstück zu sehen bekam. Der Assistent winkte dem Schiedsrichter, beide sprachen miteinander – und Fünfstück musste auf die Tribüne. „Völlig unverständlich für uns“, sagte Schierenbeck, der sogar überlegt hatte, für die Sicherheit aller Menschen auf Platz 11 die Partie als Veranstalter zu unterbrechen.

Werder tat es nicht, sodass die Begegnung, die wegen eines Gewitters schon mit knapp 20 Minuten Verspätung begonnen hatte, regulär zu Ende gebracht werden konnte. Sie endete mit einem leistungsgerechten 1:1 (0:0), wie auch Schierenbeck resümierte. Obwohl die Punkteteilung tabellarisch beiden Teams nicht weiterhalf, wertete Schierenbeck das Remis für seine Mannschaft als einen weiteren Schritt nach vorn. „Allmählich kommen unsere Spieler nach ihren Verletzungen wieder zurück“, sagte er und meinte speziell Ilia Gruev und David Philipp, bei denen die Kraft jeweils für eine Stunde reichte. Und Philipp, in vorderster Reihe sehr agil, traf in der 48. Minute nach starker Vorarbeit von Marin Pudic aus etwa 14 Metern unhaltbar zum 1:0.

Nach dem ersten Treffer wurde die Partie lebendiger, die Flensburger drängten auf den Ausgleich. Mit Erfolg, denn in der 58. Minute traf Casper Olesen nach Flanke von Tim Wulff per Kopfballaufsetzer zum 1:1. Danach neutralisierten sich die Teams weitgehend, sodass in den letzten zehn Minuten bei erneut zunehmender Gewittertätigkeit die Wahrscheinlichkeit eines späten Abbruchs fast schon größer war als ein weiteres Tor.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+