Verzwickte Situation vor Spiel in Bielefeld

Füllkrug, Toprak, Augustinsson - die drei ??? bei Werder

Florian Kohfeldt hätte gute Gründe, für das Nachholspiel bei Arminia Bielefeld an seiner Startelf herumzubasteln. In der Offensive etwa. Aber wen soll der Werder-Trainer rausrotieren?
09.03.2021, 19:24
Lesedauer: 2 Min
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Von Carsten Sander
Füllkrug, Toprak, Augustinsson - die drei ??? bei Werder

Florian Kohfeldt (M.) hätte gute Gründe, für das Nachholspiel bei Arminia Bielefeld an seiner Startelf herumzubasteln.

nordphoto GmbH / Stoever

Es ist verzwickt. Eigentlich hätte Florian Kohfeldt gute Gründe, für das Nachholspiel bei Arminia Bielefeld an seiner Startelf herumzubasteln. Schließlich hatte die Idee, einen Dreiersturm aufzubieten, zuletzt beim 1:1 gegen den 1. FC Köln überhaupt nicht den gewünschten Ertrag gebracht. Also wäre die Offensive ein guter Ansatz, die außergewöhnlich komfortable Situation mit null verletzten Feldspielern zu nutzen. „Ich habe die Auswahl, kann auf den Positionen, aber auch in der Systematik ein bisschen was verändern“, meint Coach Kohfeldt. Aber wen rausrotieren?

Niclas Füllkrug etwa? Nach Verletzungspause und dem Startelf-Comeback am Sonntag wäre in der Englischen Woche eine dosierte Belastung grundsätzlich keine Überraschung. Doch Kohfeldt verfolgt aktuell auch ein übergeordnetes Ziel, er will Füllkrug und Milot Rashica weiter aufeinander abstimmen. „Die Kombination verspricht schon einiges“, sagt der Werder-Trainer und gibt damit einen dezenten Hinweis, an den beiden Angreifern festhalten zu wollen. Körperlich müsse er bei Füllkrug wenig Rücksicht nehmen, erklärt der 38-Jährige: „Fülle ist auf jeden Fall in der Lage, in allen drei Spielen zum Einsatz zu kommen.“ Die Frage sei nur jeweils für wie lange. In Köln war es eine knappe Stunde, die sollte auch gegen Bielefeld möglich sein.

Dass Josh Sargent am Ende der sein wird, der eine Pause bekommt, ist aufgrund der Einsatz-Historie des 21-Jährigen (in 24 von 26 Spielen in der Startelf) zwar denkbar, wegen seiner Tore in den zurückliegenden Spielen gegen Eintracht Frankfurt (2:1) und in Köln (1:1) allerdings auch irgendwie ausgeschlossen. Sargent im gerade begonnenen Höhenflug die Flügel zu stutzen, wäre widersinnig.

Also doch alles wie am Sonntag? Gleiches Personal, gleiche Aufstellung? In der Defensive gibt es keinen Grund, wegen schlechter Form oder Leistungen zu wechseln. Denkbar ist dennoch, dass Linksverteidiger Ludwig Augustinsson nach seinem Comeback in Köln (das er mit leichten muskulären Beschwerden beendete) nicht gleich drei Spiele in sieben Tagen zugemutet werden. Felix Agu steht als würdiger Stellvertreter parat. Nicht wundern sollte man sich auch, wenn Niklas Moisander an Ömer Topraks Stelle tritt, um dem sportlich unumstrittenen, körperlich aber mitunter anfälligen Abwehrchef vor der Herausforderung Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr, Weserstadion) eine Verschnaufpause zu geben.

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