Nach Bericht über vorzeitige Zahlung

DFL dementiert Einigung mit Sky

Es hätte so schön sein können: Erst berichtete die „Bild“, dass sich die DFL und Sky auf eine vorzeitige Zahlung der ausstehenden TV-Gelder geeinigt hätten. Doch das Dementi des Ligaverbandes folgte prompt.
17.04.2020, 10:35
Lesedauer: 2 Min
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DFL dementiert Einigung mit Sky
Von Malte Bürger
DFL dementiert Einigung mit Sky
dpa

Im Profifußball geht es längst nicht mehr um den Sport. Auch nicht mehr zwingend um Unterhaltung. Es geht ums Überleben. So wie bei vielen anderen Wirtschaftsunternehmen auch, die mit den zahlreichen unbekannten Variablen der Coronakrise jonglieren müssen. Immer wieder ist zu hören, dass etlichen Klubs der beiden oberen Ligen gar die Pleite drohe, wenn nicht zeitnah wieder gespielt werden könne. Nun schien die Rettung nah, laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung wolle der Bezahlsender Sky die vierte und letzte Rate der TV-Gelder vorzeitig an Werder und Co. überweisen. Doch der anfängliche Jubel verebbte schnell, die Deutsche Fußball-Liga (DFL) dementierte eine entsprechende Einigung.

„Die DFL befindet sich in Gesprächen mit allen Medienpartnern. Mit Sky gibt es noch keine vertraglich fixierte Vereinbarung“, teilte der Ligaverband am Freitagmorgen kurz und knapp via Twitter mit.


Ursprünglich wäre die Ausschüttung der ausstehenden Fernsehgelder bereits am 10. April fällig gewesen, doch aufgrund der Zwangspause in der 1. und 2. Bundesliga fiel der Geldregen für die Klubs bisher ins Wasser. Insgesamt 304 Millionen Euro gibt es noch zu verteilen. Nun hatte die „Bild“ berichtet, dass zumindest eine geringere Summe nun doch gezahlt werden solle - und nicht erst, wenn der Ball wieder rollt.

Und die Frage nach der Austragung der ausstehenden Spiele ist weiterhin ungeklärt. Die DFL hofft weiterhin darauf, die Saison bis zum 30. Juni regulär beenden zu können, notfalls durch die Austragung von sogenannten Geisterspielen. Bei einem Abbruch der Spielzeit stehen nämlich Einbußen von sogar 750 Millionen Euro im Raum.

Doch nicht einmal die Begegnungen ohne Zuschauer sind gesichert. Wie Bund und Länder unter der Woche beschlossen, sollen Großveranstaltungen generell bis zum 31. August nicht stattfinden. Welche Auswirkungen das genau auf den Fußball hat, wurde bislang nicht behandelt und soll künftig von den jeweiligen Ländern beurteilt werden. Gut möglich also, dass in den unterschiedlichen Bundesländern am Ende auch unterschiedliche Voraussetzungen für die Partien gelten.

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