Dauerthema Trainerfrage

Werder und Kohfeldt vereinbaren Zeitplan

Noch immer ist unklar, wie lange Florian Kohfeldt Trainer bei Werder bleiben darf - trotz eines gültigen Vertrages bis ins Jahr 2023. Der Verein und sein Coach haben nun einen gemeinsamen Fahrplan verabredet.
06.05.2021, 15:19
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Von Björn Knips
Werder und Kohfeldt vereinbaren Zeitplan

Werder und Florian Kohfeldt haben eine Zeitplan zur Trainerfrage vereinbart.

Andreas Gumz

Die Zukunft von Florian Kohfeldt beim SV Werder Bremen bleibt völlig offen. Der Coach erhält weiterhin keine Jobgarantie über das nächste Spiel hinaus, könnte also schon am Samstag nach der Bundesliga-Partie gegen Bayer Leverkusen seinen Posten verlieren. Und selbst für den positiven Fall, dass Werder den Abstieg verhindert, ist trotz Kohfeldts Vertrag bis 2023 eine weitere Zusammenarbeit total ungewiss. Immerhin haben Sportchef Frank Baumann und Kohfeldt zu diesem Thema in den vergangenen Tagen einen Fahrplan verabredet.

„Wir werden uns nur darauf konzentrieren, die Klasse zu halten und uns dann nach der Saison – so habe ich mit Frank den Zeitplan in dieser Woche besprochen – zusammensetzen. Das ist auch genau der richtige Weg. Denn jetzt gibt es kein links und rechts. Jetzt geht es nur um das nächste Spiel“, betonte Kohfeldt am Donnerstagmittag während der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Leverkusen. Es ist also immer noch alles möglich.

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Ein Bericht der „Bild“-Zeitung, Trainer und Verantwortliche hätten sich bereits auf eine Trennung nach Saisonende verständigt, war bereits Anfang der Woche von Clemens Fritz als Leiter Profi-Fußball mit den Worten „völliger Quatsch“ dementiert worden. Nun wurde Baumann gefragt, wovon er denn einen langfristigen Verbleib Kohfeldts abhängig mache – vom Klassenerhalt? Doch darauf wollte der Sportchef nicht eingehen, er verkündete dafür drei ihm generell ganz wichtige Punkte: 1. Geschlossenheit, 2. voller Fokus auf die Spiele, 3. Optimismus und Zuversicht. „Und da ich mit Zuversicht vorangehe, gehe ich stark davon aus, dass wir gemeinsam den Klassenerhalt schaffen können. Alles weitere besprechen wir nach der Saison. Wie wir das jedes Jahr machen. Das ist erstmal nachgelagert“, so Baumann.

Vor einer Woche hatte der Sportchef seinem Trainer ein Ultimatum gestellt und nach der enttäuschenden 1:3-Pleite bei Union Berlin für das Pokalspiel gegen RB Leipzig eine Reaktion gefordert. Werder schied zwar im Halbfinale unglücklich mit 1:2 nach Verlängerung aus, hatte gegen den großen Favoriten aber einen großen Kampf geboten. Kohfeldt durfte bleiben, seine Zukunft bei Werder ist dennoch völlig offen.

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