Transfer geplant Werder und Goller suchen nach Lösung

Ein Transfer von Benjamin Goller ist wieder ein Thema. Der Berater des 23-Jährigen bestätigt gegenüber unserer Deichstube Gespräche mit Werder.
26.11.2022, 16:02
Lesedauer: 2 Min
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Von Björn Knips

Er ist so etwas wie die tragische Figur in der Hinrunde des SV Werder Bremen, denn Benjamin Goller kam in den 15 Bundesligaspielen des Aufsteigers keine Minute zum Einsatz. Dabei war der 23-Jährige eigentlich einer der Gewinner der Vorbereitung gewesen. Der ursprünglich geplante Wechsel nach der beendeten Ausleihe zum Karlsruher SC wurde von beiden Seiten ad acta gelegt. Nun wird wieder über einen Transfer gesprochen.

„Wir sind nach allen Seiten offen. Es gibt Gespräche mit Werder, was einen Transfer im Winter betrifft“, berichtet Gollers Berater Dirk Lips auf Nachfrage unserer Deichstube: „Es besteht Interesse aus dem In- und Ausland, aber konkret ist da noch nichts. In den nächsten Tagen wird nichts passieren.“ Denn Goller weilt wie alle anderen Werder-Profis bis zum 8. Dezember im Urlaub. Er soll in der wegen der WM so frühen Winterpause einfach mal abschalten, um dann zu entscheiden, wie es weitergeht. Der gebürtige Reutlinger braucht einen Verein, der ihn auch braucht. Denn bei Werder ist vor allem seine Position das Problem. Der Rechtsfuß gilt als klassischer Außenstürmer. Doch diese Position gibt es im 3:5:2-System von Cheftrainer Ole Werner nicht. Goller sollte im Sommer trotzdem bleiben, weil sich Werder eine gewisse Flexibilität bewahren wollte. Also für den Fall, dass Werner doch mal umstellen würde. Immerhin sieben Mal berief er den Ex-Schalker in den Kader, setzte ihn aber nie ein.

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In der Vorbereitung war das noch anders gewesen, da durfte Goller regelmäßig ran und war in den ersten drei Testspielen an allen vier Bremer Toren beteiligt (ein Tor, drei Vorlagen). Doch dann stoppte ihn eine Sprunggelenksverletzung. Die Zwangspause war zwar kürzer als erwartet, aber Goller danach irgendwie raus. Mögliche Wechsel zu anderen Clubs (auch zum KSC) zerschlugen sich aus finanziellen Gründen, denn Werder wollte den Angreifer nicht zum Nulltarif gehen lassen.  

Im Sommer endet der Vertrag, eine hohe Ablösesumme kann Werder nicht mehr erwarten. Dafür vielleicht das Gehalt sparen und an einer positiven Entwicklung des Spielers partizipieren. Doch es muss eine Lösung gefunden werden, die Goller auch eine echte Chance auf Einsatzzeiten bietet.

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Der kleine Außenstürmer war 2019 vom FC Schalke 04 ablösefrei an die Weser gewechselt. In seiner ersten Spielzeit kam er unter Coach Florian Kohfeldt zu zehn Einsätzen, stand sogar zwei Mal in der Startelf. Werder ließ ihn im Sommer 2020 trotzdem auf Leihbasis zum KSC ziehen, bei dem er eine starke Saison spielte. Es folgte 2021 allerdings keine Rückkehr, sondern eine weitere Ausleihe zu Darmstadt 98, die nach einem halben Jahr beendet wurde. Es passte nicht. Goller ging wieder zum KSC, der ihn im Sommer gerne fest verpflichtet hätte, sich einen Transfer aber nicht leisten konnte. Nicht ausgeschlossen, dass die Karlsruher nun wieder ein Thema sind. Namen von interessierten Clubs nannte Lips nicht, der Berater betonte aber, dass das Verhältnis zu Werder sehr gut sei und er deshalb zuversichtlich in die nächsten Wochen blicke.

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