Gespräche mit Schalke angelaufen Werder verhandelt wegen Bentaleb!

Dieser Transfer wäre zwar nicht ohne Risiko - aber vor allem wäre es eine große Chance für Werder. Und die wollen die Bremer nutzen! Jetzt laufen die Verhandlungen mit Schalke wegen Nabil Bentaleb.
23.08.2019, 15:52
Lesedauer: 2 Min
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Von Jean-Julien Beer

Die Risiko-Abwägung ist beendet: Werder Bremen steht vor der Verpflichtung des algerischen Nationalspielers Nabil Bentaleb vom FC Schalke 04. Wie dem WESER-KURIER am Donnerstag aus Vereinskreisen auf Schalke bestätigt wurde, sind die offiziellen Verhandlungen zwischen den beiden Sportchefs Frank Baumann und Jochen Schneider nun angelaufen. Werder möchte den Mittelfeldspieler zunächst für eine Saison ausleihen und eine Kaufoption aushandeln, um Bentaleb im kommenden Sommer fest verpflichten zu können.

Wie berichtet klopften die Bremer seit geraumer Zeit den gesamten Fall Bentaleb intensiv ab, um das Risiko bei einem solchen Transfer besser einschätzen zu können. Bentaleb war vor drei Jahren für 20 Millionen Euro von Tottenham zu Schalke gewechselt und spielte zunächst überragend. Er führte das Team zur Vizemeisterschaft und in die Champions League, wo er auf höchstem Niveau ebenfalls seine Klasse demonstrierte. Doch dann kam es zum Bruch und zu mehreren Suspendierungen, zunächst unter dem jungen Trainer Domenico Tedesco, später auch unter Routinier Huub Stevens. Werders Verantwortliche haben sich die Gründe hierfür genauer angeschaut und sich auch mit Bentalebs Vergangenheit vor der Schalke-Zeit beschäftigt.

Bentaleb kann im Mittelfeld überall spielen

Werder sieht vor allem das sportliche Potenzial. Der 24-Jährige gilt als bester Fußballer im Schalker Kader, er kann als aggressiver Abräumer vor der Abwehr ebenso auf hohem Niveau agieren wie auch als torgefährlicher Antreiber auf der Acht oder als überragender Passgeber auf der Zehnerposition. Diese Vielseitigkeit würde Trainer Florian Kohfeldt extrem helfen, Bentaleb würde die taktischen Möglichkeiten und auch das Tempo im Mittelfeld schlagartig verändern. Dem gegenüber steht der schwierige Charakter. Auf Schalke galt Bentaleb als sehr selbstbewusste Diva und auch als Anführer der großen französischsprachigen Gruppe im Kader. Weil Werder über eine solche Gruppe nicht verfügt, ist diese Gefahr gebannt. Zudem passt Werders Fußball wesentlich besser zu einem risikofreudigen Spielgestalter wie Bentaleb als Schalkes destruktive Art.

Alle Seiten würden profitieren

Alle Parteien könnten von dem Transfer profitieren. Schalke wäre einen Problemfall los, der in den Planungen keine Rolle mehr spielt. Bentaleb könnte durch das Bremer Ballbesitzspiel seinen Ruf als exzellenter Fußballer wieder herstellen – und Werder bekäme einen Spieler, den sich der Klub unter normalen Umständen niemals leisten könnte. Eine Kaufoption würde es Werder zudem ermöglichen, Bentaleb in Zukunft für eine hohe Ablöse zu transferieren, wenn er in Bremen sein altes Niveau tatsächlich wieder erreicht. Auch das ist unter wirtschaftlichen Aspekten eine verlockende Aussicht.

Bentaleb ist allerdings nicht sofort spielfähig. Wegen Leistenbeschwerden befindet er sich bereits den gesamten Sommer in Frankreich. Die Reha gilt inoffiziell längst als abgeschlossen, weil er aber bisher keinen neuen Klub fand, blieb er dort, um beim Schalker Neustart nicht zu stören. Im September, so ist zu hören, könnte er in der Bundesliga am Ball sein.

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