Motivationstrainer könnte erneut helfen

Die hilfreichen Impulse von Jörg Löhr

Als Werder in der Vorsaison gegen den Abstieg kämpfte, hat der Verein nichts unversucht gelassen. Mit Jörg Löhr sollte ein Mentalcoach dem Team helfen. Mit Erfolg - die Zusammenarbeit könnte fortgesetzt werden.
31.08.2020, 13:56
Lesedauer: 1 Min
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Von Malte Bürger und Jean-Julien Beer
Die hilfreichen Impulse von Jörg Löhr

Motivationstrainer Jörg Löhr wird Werder auch in der neuen Saison unterstützen.

nordphoto

Und wieder hat es geklappt. Wie 2011, als Jörg Löhr in der Rückrunde schon einmal ran durfte. Damals wie heute lieferte der Motivationstrainer und frühere Handball-Nationalspieler wertvollen Input, um bei den Bremer Profis die trüben Gedanken an einen Werder-Abstieg zu vertreiben. Dort, wo andere skeptisch werden, bleibt Löhr positiv. „Ich habe keine Zweifel“, meinte der 59-Jährige im vergangenen Mai im Interview mit dem WESER-KURIER, als er über Werders Chancen auf den Klassenerhalt sprach.

Natürlich musste er so etwas sagen, alles andere wäre in seiner Position auch unglaubwürdig gewesen. Wie sonst hätten die Spieler seinen Worten folgen sollen? Viel wichtiger für Werder ist allerdings, dass Jörg Löhr am Ende Recht behielt. Ganz unabhängig davon, wie knapp es letztlich war.

Mannschaft gefällt Zusammenarbeit

"Er hat eine gute Rolle gespielt und die Maßnahmen hatten auch einen gewissen Effekt – ohne, dass man es zu hoch hängen muss", sagte jetzt Sportchef Frank Baumann auf Nachfrage über den Anteil des gebürtigen Augsburgers am Ligaverbleib. "Bei der Mannschaft ist das immer gut angekommen.“

Und was schon zweimal funktioniert hat, muss ja auch für die Zukunft nicht unbedingt schlecht sein. Genau deshalb stellt Baumann eine weitere Zusammenarbeit mit dem Mentalcoach in Aussicht. „Wir sind mit ihm weiterhin im Austausch. Ob und wie weit er in dieser Saison eine Rolle spielt, werden wir noch festlegen."

Punktuell, aber geheim

Was genau Löhr mit den Werder-Profis übrigens angestellt hat, bleibt im Verborgenen. Ohnehin war er in der heißen Phase der Vorsaison kein steter Begleiter der Mannschaft – das wäre allein aufgrund der strengen Hygienevorschriften kaum möglich gewesen. Erster Ansprechpartner für das Team bleibt in dieser Hinsicht Sportpsychologe Mathias Kleine-Möllhoff. Jörg Löhr gibt seine Hilfestellung eher aus dem Hintergrund. „Aber das wird, wie schon vergangene Saison, nur punktuell sein und nicht in der Öffentlichkeit stattfinden“, sagte Baumann. „Es ist sehr gut vorstellbar, dass wir über die Saison verteilt einige Impulse dieser Art setzen, weil wir einfach auch sehr zufrieden mit ihm waren.“

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