Saisonauftakt von Werder am Samstag

Wie der Infektionsschutz im Weserstadion funktioniert

Samstag beginnt die Saison, Werder startet gegen Hannover 96 in die zweite Bundesliga - und das sogar mit 14.000 Zuschauern. Aber die Fans kommen nicht einfach so ins Stadion - ohne Bändchen geht nichts.
21.07.2021, 17:31
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Von kni
Wie der Infektionsschutz im Weserstadion funktioniert

Am Sonnabend kommt niemand ins Weserstadion, der nicht auch ein entsprechendes Bändchen hat.

Nordphoto

Es darf angefeuert, gejubelt und sogar Bier getrunken werden – das Weserstadion öffnet am Sonnabendabend endlich wieder seine Tore für die Fans des SV Werder Bremen – immerhin für 14.000, so viele waren seit eineinhalb Jahren nicht in der Arena. Aber ganz so einfach ist die Rückkehr der Zuschauer beim Saisonauftakt gegen Hannover 96 nicht, der Zweitligist muss in der Corona-Pandemie einen enormen Aufwand betreiben und benötigt große Mithilfe der Besucher. Es kommt alles auf ein besonderes Bändchen an. Klappt das alles gut, dann könnten schon beim zweiten Heimspiel gegen den SC Paderborn 21.000 Besucher dabei sein und die Arena halb voll machen. So viel hat der Senat maximal erlaubt, solange der Inzidenzwert unter 35 liegt. Steigt die Zahl darüber, dürfen nur noch 5000 rein.

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Aber der Reihe nach: Werder startet ganz bewusst mit weniger Zuschauern, weil die Logistik nicht so einfach sei, heißt es. Denn es gilt die 3G-Regel. Ins Stadion kommt nur, wer getestet, genesen oder geimpft ist. Würde das direkt vor Ort von den Ordnern überprüft, müsste der Einlass acht Stunden vor dem Anpfiff starten. Zumutbar sind aber nur zwei Stunden, so Werder. Also wurden 14 3G-Stationen im Stadtgebiet eingerichtet. Nur dort bekommt ein Fan nach Vorlage seines Tickets, seines Lichtbildausweises und der Test-, Genesungs- oder Impfbescheinigung das fälschungssichere Bändchen, das den Zugang ins Stadion ermöglicht. Zudem kooperiert Werder mit mehreren Testzentren, die nach einem negativen Ergebnis und Vorlage von Ticket sowie Lichtbildausweis ebenfalls die begehrten Bändchen aushändigen dürfen.

Und dann ist dringend auch noch Pünktlichkeit gefordert: Auf den Tickets stehen genaue Uhrzeiten für den Einlass. Im Stadioninneren gelten weitere Regeln – wie eine Maskenpflicht auf dem Weg zum Sitzplatz. Dort gibt es dann aber wieder etwas mehr Freiheit. „Es muss keiner regungslos oder emotionslos das Spiel verfolgen“, sagt Hubertus Hess-Grunewald. Der Präsident und Geschäftsführer des SV Werder freut sich riesig auf das Spiel, auch wenn wahrscheinlich aufgrund der vielen Maßnahmen finanziell durch den Ticketverkauf und das Catering nicht viel Geld hängen bleiben wird. „Aber wir müssen diesen Weg gehen, um uns schrittweise zu steigern“, so Hess-Grunewald. Es gilt, weitere Erfahrungswerte zu sammeln, wie schon beim Saisonauftakt vor knapp einem Jahr, als gegen Hertha zumindest 8500 Zuschauer dabei sein durften. Damals gab es leichte Probleme nach dem Spiel, deswegen wurde da nun nachgebessert. Besucher des Ober- und Unterrangs werden erst nacheinander rausgelassen, um den Begegnungsverkehr und damit das Infektionsrisiko zu minimieren.

Eine ganz besondere Maßnahme gibt es noch vor dem Weserstadion: Dort wartet ein Impftruck, in dem sich Werder-Fans durch einen Piecks langfristig vor Corona schützen lassen können.

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