Werders Interims-Trainer Das sind Danijel Zenkovic und Christian Brand

Markus Anfang ist in Bremen nach seinem Rücktritt schon wieder Geschichte. Danijel Zenkovic und Christian Brand übernehmen das Team. Eine Kurz-Vorstellung der Interimslösung auf der Werder-Bank.
20.11.2021, 18:03
Lesedauer: 2 Min
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Von Maik Hanke

Nach dem Beben beim SV Werder Bremen mit den Rücktritten von Chefcoach Markus Anfang und dessen Assistenten Florian Junge sitzt am Samstagabend gegen den FC Schalke 04 ein Trainer-Gespann auf der Bank, von dem wohl niemand jemals gedacht hätte, dass es ein solches mal geben könnte: Danijel Zenkovic und Christian Brand. Eine Kurz-Vorstellung der Interimslösung auf der Werder-Bank.

Danijel Zenkovic

Noch nicht lang, aber sehr wechselhaft – so lässt sich die bisherige Zeit von Danijel Zenkovic beim SV Werder Bremen ganz gut beschreiben. Im Sommer 2020 war der heute 34-Jährige auf Wunsch des damaligen Cheftrainers Florian Kohfeldt als weiterer Co-Trainer vom österreichischen Club TSV Hartberg an die Weser gewechselt. Kohfeldt pries ihn an als jemanden, der junge Spieler entwickeln kann. Sportlich wurde die Saison dann zur Talfahrt, Kohfeldt wurde kurz vor Saisonende entlassen, Werder stieg ab – aber Zenkovic durfte bleiben.

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Der Österreicher wurde ein Teil des Trainerteams von Kohfeldts Nachfolger Markus Anfang, obwohl der in Florian Junge (Co-Trainer) und Tom Cichon (Chefanalyst) zwei Vertraute mitbrachte. Zenkovic war in der Folge allerdings ohnehin wenig da – der ehemalige Jugendtrainer von Ajax Amsterdam und Red Bull Salzburg absolvierte die nötigen Lehrgänge und Hospitationen für die Uefa-Pro-Lizenz. Die hat er seit Kurzem in der Tasche, darf seitdem weltweit in den höchsten Ligen als Chefcoach arbeiten.

Für die Zukunft war Zenkovics Rolle allerdings noch unklar. „Mit der Pro-Lizenz ist es auch so, dass ich mir neue Ziele als Fußballtrainer setze“, hatte der 34-Jährige erklärt. Es schien unwahrscheinlich, dass er sich auf längere Zeit in Anfangs eingespieltem Trainerteam hinten einreihen würde. Jetzt hat sich die Ausgangslage schon wieder verändert. Anfang und Junge sind nach den Impf-Betrugs-Vorwürfen weg, Danijel Zenkovic übernimmt interimsweise – und wird gegen Schalke 04 erstmals als Chef auf der Bank sitzen.

Christian Brand

Der Begriff Werder-Urgestein passt wohl nicht so ganz zu Christian Brand, auf eine längere grün-weiße Vergangenheit kann der 49-Jährige trotzdem zurückblicken: Erst war er Spieler, später wurde er Jugendtrainer bei Werder Bremen, aktuell ist er Coach der U19 – und am Samstag unterstützt er Danijel Zenkovic als Co-Trainer gegen Schalke 04.

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Von 1996 an stand Christian Brand drei Jahre als Spieler an der Weser unter Vertrag. Insgesamt kam er auf 73 Pflichtspiele in Grün-Weiß, 59 davon in der Bundesliga. Nach dem DFB-Pokal-Sieg 1999 (er kam nicht zum Einsatz) verließ der offensive Mittelfeldspieler Bremen: Der VfL Wolfsburg, Hansa Rostock sowie in der Schweiz der FC Luzern und der SC Kriens waren die weiteren Stationen, ehe Brand seine Spielerkarriere 2006 beendete.

Nach der aktiven Laufbahn absolvierte Brand bei der „Neuen Luzerner Zeitung“ eine Ausbildung zum Journalisten, wandte sich dann aber doch wieder dem Fußball zu. Seine Trainer-Karriere verlief dann quasi umgekehrt zu seiner Zeit als Spieler: Von der Schweiz (FC Thun, FC Luzern) ging es 2014 wieder nach Deutschland, zunächst als Cheftrainer des  damaligen Regionalligisten Jahn Regensburg, dann zurück zu seinen Ex-Clubs Hansa Rostock (Cheftrainer von 2015 bis 2017 in der 3. Liga) und Werder Bremen. Ab 2018 war er zunächst U17-Trainer der Grün-Weißen, 2020 übernahm er die U19. Gegen Schalke 04 gibt Brand seine (Co-)Trainer-Premiere in der 2. Bundesliga.

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