Nach Salut-Jubel in der Türkei

Werders klare Position gegen kriegerische Handlungen

Zuletzt ist viel über den Zusammenhang zwischen Fußball und Politik gesprochen worden. Ausgelöst hatten die Debatte salutierende türkische Nationalspieler. Bei Werder gibt es dazu eine klare Haltung.
19.10.2019, 08:23
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Werders klare Position gegen kriegerische Handlungen
Von Malte Bürger
Werders klare Position gegen kriegerische Handlungen

Frank Baumann machte am Donnerstag Werders Position nach dem Salut-Jubel in der Türkei deutlich.

nordphoto

Allzu viele Worte wollte Frank Baumann nicht verlieren, als er am Donnerstagmittag während Werders Pressekonferenz vor dem Hertha-Spiel (Sonnabend, 15.30 Uhr) auf die jüngsten Zwischenfälle während der Länderspielpause angesprochen wurde. Das komplexe, politische Thema des Syrien-Konflikts und die türkischen Nationalspieler, die unter der Woche salutiert hatten, sollten nicht den Blick auf die sportliche Komponente des Fußballs verdecken. Dennoch wurde Baumann deutlich: „Wir als Werder Bremen haben eine sehr klare Haltung. Das heißt, dass wir kriegerische Auseinandersetzungen verurteilen und dabei kann ich unsere Spieler einschließen“, sagte er. „Unsere Spieler können ihre Meinung sagen, konzentrieren sich aber vor allem auf den Sport.“

Die Fragen waren in der Bremer Medienrunde auch deshalb aufgekommen, weil zum Kader des Bundesligisten mit Nuri Sahin und Ömer Toprak zwei ehemalige türkische Nationalspieler gehören. Bislang haben sich beide jedoch nicht öffentlich zu den jüngsten Ereignissen geäußert, Gesprächsstoff habe es dennoch gegeben - nicht nur für das Duo, sondern das gesamte Team. „Ich habe mir zu diesem Thema ein Meinungsbild aus der Mannschaft geholt. Aber nicht nur von Nuri und Ömer“, sagte Trainer Florian Kohfeldt und fügte an. „Ich kann Frank nur wiederholen: Wir lehnen kriegerische Handlungen ab und ich kann auch solche Jubelszenen bei uns ausschließen.“

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