Werder Bremen Werders Schlüsselspiel bei Fortuna

Bremen. Sechs Spieltage vor Ende der Saison hat es der SV Werder immer noch nicht geschafft, sich aus der Abstiegsregion der Fußball-Bundesliga zu befreien. Es lohnt daher ein Blick auf das Restprogramm.
09.04.2013, 05:00
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Werders Schlüsselspiel bei Fortuna
Von Patrick Hoffmann

Bremen. Sechs Spieltage vor Ende der Saison hat es der SV Werder immer noch nicht geschafft, sich aus der Abstiegsregion der Fußball-Bundesliga zu befreien. Es lohnt daher ein Blick auf das Restprogramm.

Abstiegsendspiel? Nee, sagt Aaron Hunt und verdreht die Augen. Endspiel, findet er, das klingt ein bisschen zu sehr nach Endgültigkeit, danach, dass nach diesem Spiel nichts mehr geht. Als wenn es für den SV Werder Bremen am kommenden Sonnabend gegen Fortuna Düsseldorf bereits um den Klassenerhalt gehen würde. Geht es natürlich nicht. Hunt spricht deshalb lieber von einem "wichtigen Spiel", und genau das ist es auch.

Die Partie in Düsseldorf ist wichtig, weil sie bestimmt, wie es in Bremen bis zum Saisonende weitergehen wird. Gewinnt die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf, hätte sie fünf Spieltage vor Schluss mindestens sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und würde zudem auch ein kleines Polster zwischen sich und der Fortuna schaffen. Das Thema Abstiegskampf sollte sich dann in Bremen endgültig erledigt haben.

Was aber, wenn der SV Werder auch in Düsseldorf verliert? Dann wären die Norddeutschen plötzlich nur noch Tabellen-15., und je nachdem, wie erfolgreich Hoffenheim (gegen Frankfurt) und Augsburg (in Wolfsburg) am Wochenende punkten, könnte der Abstand zu den Abstiegsplätzen beunruhigend gering werden. Für Werder würde es im Schlussspurt der Saison noch einmal richtig eng werden, der Druck auf die junge Mannschaft weiter steigen.

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Und wie Werder auf Druck reagiert, das hat das Spiel gegen den FC Schalke 04 (0:2) einmal mehr eindrucksvoll bewiesen. 45 Minuten lang hatte die Mannschaft recht ansehnlich und mutig nach vorne gespielt, doch ein einziges Gegentor hatte gereicht, um alles wieder zum Einsturz zu bringen. Werder hatte den Schalkern auf einmal nichts mehr entgegenzusetzen. "Die Bremer", sagte Schalkes Manager Horst Heldt deshalb nach Abpfiff treffend, "haben sich aufgegeben." Das war ein ziemlich vernichtendes Urteil vom Gegner.

Man mag sich daher gar nicht vorstellen, wie groß die Verunsicherung in Bremen erst werden würde, sollte Werder in Düsseldorf den nächsten Rückschlag erleiden. Die Aufgaben in den kommenden Wochen werden ja schließlich nicht leichter. In eineinhalb Wochen empfängt Werder den VfL Wolfsburg, der in diesem Jahr zwar ziemlich unberechenbar auftritt, an guten Tagen aber richtig guten Fußball spielt. Eine Niederlage gegen den neuen Klub von Werders ehemaligem Sportchef Klaus Allofs ist also nicht ausgeschlossen. Eine Woche später, beim Champions-League-Kandidaten Bayer Leverkusen, ist Werder klarer Außenseiter, ein Unentschieden wäre bereits als Erfolg zu werten. Gleichzeitig könnte Hoffenheim mit einem Sieg gegen Nürnberg weiter Punkte aufholen und viel Selbstvertrauen tanken vor dem direkten Aufeinandertreffen am 32. Spieltag im Bremer Weserstadion.

Für Werders Abwehrchef Sokratis ist allerdings gar nicht so wichtig, gegen wen die Konkurrenten aus Augsburg, Hoffenheim und Düsseldorf in den kommenden Wochen antreten müssen und ob sie dort punkten. Der Grieche ist sich sicher, dass Werder den Klassenerhalt von ganz alleine hinbekommt. "Wir brauchen noch vier bis fünf Punkte", sagt Sokratis, "und die Mannschaften, gegen die wir noch spielen, sind nicht besser als wir." Auch sein Abwehrkollege Assani Lukimya ist zuversichtlich. "Wir haben die Qualität, in Düsseldorf zu gewinnen", sagt der Kongolese.

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