Gegen Heidenheim Werders Sechser Gruev sammelt Pluspunkte

Direkt zu Beginn setzte Ilia Gruev gegen Heidenheim mit einer Grätsche ein Zeichen. Es war der Auftakt zu einem gelungenen Abend des 21-Jährigen.
03.10.2021, 14:18
Lesedauer: 1 Min
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Von Daniel Cottäus

Ob er es sich vor dem Spiel extra vorgenommen hatte, ist nicht bekannt. Aber als sich Ilia Gruev am Freitagabend die erste Gelegenheit dazu bot, machte er das, was man im Fußball gemeinhin „ein Zeichen setzen“ nennt. In Werder Bremens Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim waren gerade einmal zwei Minuten absolviert, da packte der 21-Jährige an der eigenen Strafraumgrenze ebenso entschlossen wie kompromisslos die Grätsche aus und trennte seinen Gegenspieler Tobias Mohr fair vom Ball. Szenenapplaus! Für eine Aktion, die rückblickend als Auftakt eines rundum gelungenen Abends für Gruev beschrieben werden darf.

„Wir wissen, dass er so spielen kann, und er weiß selbst, dass er in der Lage ist, solche Leistungen abzurufen“, sagte Trainer Markus Anfang, der Gruev zum zweiten Mal in Folge von Beginn an aufgeboten hatte – und ihm damit einen Traum erfüllt haben dürfte.

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Seit 2015 gehört Gruev dem SV Werder inzwischen an, damals war er als Jugendspieler von Rot-Weiß Erfurt nach Bremen gekommen, um sechs Jahre später einen großen Meilenstein zu erreichen: Startelf-Spieler im gut gefüllten und äußerst stimmungsvollen Weserstadion. „Wenn man bedenkt, dass er schon ein bisschen länger im Verein ist und bisher noch nicht so viel Spielzeit bekommen hat, dann kann ich mir schon vorstellen, dass es ihm vor der Kulisse richtig Spaß gemacht hat“, schmunzelte Anfang, der die Erwartungen an Gruev aber nicht zu groß werden lassen wollte: „Er ist noch ein junger Spieler. Es wird also nicht immer so funktionieren wie heute.“

Interessant wird es, zu sehen, welche Rolle Gruev einnehmen kann, wenn Werders bisheriger Stamm-Sechser Christian Groß nach seiner Knieverletzung zurückkehrt. Bis es soweit ist, dürfte das Talent noch einige Chancen erhalten, sich fest in die Mannschaft zu spielen. Durch seinen Auftritt gegen Heidenheim, in dem er mit 10,7 Kilometern der zweitlaufstärkste Spieler auf dem Platz war, ist zumindest ein weiterer Schritt gemacht.

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