Heimspiel am Sonntag Werders Statistik-Wirrwarr: Oster-Bonus oder Nürnberg-Fluch?

Einen Heimerfolg über den 1.FC Nürnberg erzielte Werder zuletzt im Jahr 2010. An diesem Sonntag stehen die Chancen für einen nächsten Sieg nicht schlecht - Werder scheint eine Art Oster-Bonus zu haben.
16.04.2022, 19:04
Lesedauer: 1 Min
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Von Malte Bürger

Den ersten Mutmacher gab es am Samstagnachmittag. Dabei waren die Profis des SV Werder Bremen nur in der Zuschauerrolle. Doch weil nun auch der FC St. Pauli beim SV Sandhausen stolperte (1:1), wanderten die Mundwinkel an der Weser etwas weiter nach oben. Die Bremer rutschten aufgrund des minimal schlechteren Torverhältnisses zwar in der Tabelle auf Platz drei hinter die Hamburger, haben aber ebenso wie der erstplatzierte und punktgleiche FC Schalke 04 (53 Zähler) am Sonntag die Chance, ein kleines Polster zur Konkurrenz im Aufstiegsrennen aufzubauen. Dafür muss Werder den 1. FC Nürnberg im Weserstadion bezwingen (13.30 Uhr), die Statistik bietet aber neben einem weiteren Mutmacher auch ein eher schlechtes Omen.

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Es ist schon eine ganze Weile her, dass sich beide Mannschaften am Osterdeich begegneten. Letztmals war das im September 2018 der Fall, auch davor sah man sich seltener, weil die Franken häufig in der 2. Bundesliga unterwegs waren. Traf man sich doch im Oberhaus, war das im Weserstadion lange kein Freudenfest für die Gastgeber. Die vergangenen drei Begegnungen endeten jeweils mit einem Remis (1:1, 3:3, 1:1), davor setzte es sogar zwei Niederlagen (0:1, 2:3). Bis zum 27. März 2010 muss zurückgeschaut werden, um den bis dato letzten Heimerfolg gegen den „Club“ zu finden. Per Mertesacker (2), Tim Borowski und Clemens Fritz sorgten damals für ein 4:2, ehe der kleine Nürnberg-Fluch begann.

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Dass dieser nun vielleicht ein Ende findet, könnte mit dem besonderen Tag zusammenhängen, an dem das jetzige Aufeinandertreffen steigt. Werder verfügt nämlich über eine Art Oster-Bonus. Wurde im Zeichen des kirchlichen Festes gespielt, dann haben die Bremer bei Heimpartien zuletzt vier Mal gewonnen und ein Unentschieden verbucht. Als Verlierer mussten sich die Grün-Weißen letztmals am 19. April 2003 vom eigenen Anhang verabschieden, als es eine 0:1-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg gab. Das klingt erst einmal nicht schlecht, bringt aber auch keine Garantien für einen Sieg. Stattdessen viel Arbeit – damit die Mundwinkel oben bleiben und nicht plötzlich andere unbeteiligte Zuschauer Grund zum Freuen haben. 

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