Mit Respekt zum Schlusslicht Wie Werder das Bochum-Spiel angeht 

Der VfL Bochum mag aktuell am Tabellenende stehen, unterschätzen will Werder-Trainer Ole Werder den kommenden Gegner aber keinesfalls.
01.09.2022, 20:20
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Daniel Cottäus

Ohne jeden Punkt auf dem Konto ziert der VfL Bochum nach vier Spieltagen das Tabellenende der Bundesliga – für Werder-Trainer Ole Werner ist das aber kein Grund, den kommenden Gegner seines Teams zu unterschätzen. „Die Tabelle spielt zu so einem frühen Zeitpunkt der Saison noch keine Rolle, weil ihre Aussagekraft arg begrenzt ist“, sagte der 34-Jährige, der deshalb auch nichts von einer möglichen Bremer Favoritenrolle am Samstag wissen wollte.

„Mir ist es vollkommen egal, ob du bei den Buchmachern als Außenseiter oder Favorit giltst“, betonte Werner. Vielmehr gehe es darum, „dass wir uns mit den Dingen beschäftigen, die wir beeinflussen können. Und das sind die auf dem Platz.“ Mit den fünf gesammelten Punkten aus den ersten vier Partien sind die Bremer grundsätzlich zufrieden, allerdings waren bei der jüngsten 3:4-Heimniederlage gegen Frankfurt doch große Probleme in der Abwehr zu Tage getreten.

Lesen Sie auch

Unter der Woche hat der Bremer Coach mit seiner Mannschaft deshalb vor allem am zuletzt mangelnden Defensivverhalten gearbeitet - praktisch auf dem Platz, aber auch in der Theorie. Während der Video-Analyse und in Einzelgesprächen hat Werner die Fehler aus der Frankfurt-Partie mit seinen Spielern aufgearbeitet. Der Auftrag war dabei klar: "Natürlich ist es unser Bestreben, dass es zu unseren Gunsten in den Spielen nicht immer ganz so wild zugeht."

In Bochum erwartet Werner einen Gegner, der versucht, "über Geschwindigkeit zum Erfolg zu kommen". Zudem hat der Bremer Trainer eine Besonderheit im Spiel des Revierclubs ausgemacht: "Sie haben in Manuel Riemann einen Torhüter, der viele Situationen einleitet. Das ist etwas, worauf wir uns einstellen müssen." Darüber hinaus war das Stadion des Gegners ein Thema, mit dem sich Werder auseinandergesetzt hat.

Lesen Sie auch

"Es ist ein enges und relativ kleines Stadion, wodurch es sehr hitzig werden kann", weiß Leiter Profifußball Clemens Fritz, der während seiner aktiven Laufbahn mehrfach in Bochum gespielt hat. Auch beim bis dato letzten Bremer Auftritt an der Castroper Straße im Oktober 2009 - Werder gewann damals mit 4:1 - war Fritz dabei. "In Bochum herrscht immer eine gute Atmosphäre", sagte der Ex-Profi, der sich sicher ist: "Es wird am Samstag zur Sache gehen. Bochum wird alles reinhauen, um den ersten Dreier in dieser Saison einzufahren."

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+