Eggestein optimistisch vor Rückrundenauftakt

„Wir haben zu unserer Identität zurückgefunden“

Vor dem Rückrundenauftakt hat Maximilian Eggestein in einer Medienrunde über die Stimmung in der Mannschaft, den Abstiegskampf und seine Chancen auf eine Olympia-Teilnahme gesprochen.
15.01.2020, 14:23
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Von Malte Bürger und Christoph Bähr
„Wir haben zu unserer Identität zurückgefunden“

Maximilian Eggestein hofft auf eine bessere Rückrunde.

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Drei Tage nur noch, bis es wieder richtig ernst wird für die Werder-Profis. Der Rückrundenauftakt bei Fortuna Düsseldorf steht an, und dann wird sich die Frage beantworten, wie die Bremer die vier bitteren Pleiten in Serie vor der Winterpause verarbeitet haben. Maximilian Eggestein zumindest hat den Eindruck, dass sich die Mannschaft in der Winterpause gefunden hat. „Ich spüre, dass wir zu unserer Identität zurückgefunden haben. Am Ende der Hinrunde hatten wir den Mut verloren und agierten total kopflos“, sagte der Mittelfeldspieler am Mittwoch in einer Medienrunde.

Der 23-Jährige sieht es positiv, dass Werder gleich gegen einen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf antritt. „Das ist unsere große Chance, direkt zu zeigen, worum es geht. Wir können es gegen Düsseldorf besser machen als gegen Mainz und Köln vor der Winterpause. Ich habe die Hoffnung, dass alles gut laufen wird und wir uns in einen Flow reinspielen.“

Auch für Eggestein persönlich geht es darum, den richtigen Rhythmus zu finden. Hinter ihm liegt seine schwächste Halbserie als Werder-Profi. „Ich bin nicht zufrieden mit der Hinrunde, aber das mache ich am liebsten mit mir selbst aus“, erklärte er. Die Teilnahme an der U21-Europameisterschaft im vergangenen Sommer und der dadurch verkürzte Sommerurlaub sei jedenfalls nicht alleinverantwortlich für die Formkrise. „Ich hatte nie den Eindruck, dass ich große Müdigkeit davon getragen habe. Ich wollte das nie als Ausrede für mich gelten lassen.“

Dennoch habe er durch die Winterpause nun durchaus Frische gesammelt, sagte Eggestein, der sich in der Rückrunde auch für einen Platz im deutschen Olympiakader empfehlen kann. Drei ältere Spieler dürfen mit nach Tokio reisen, und der Werder-Profi gehört zu den Kandidaten. „Olympia wäre ein schönes Event, bei dem man gerne dabei wäre. Als Fußballer hat man selten die Möglichkeit dazu. Wenn ich das machen möchte, glaube ich nicht, dass mir Werder Steine in den Weg legen würde“, sagte Eggestein.

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