Stimmen zum Remis in Berlin

„Wir können nicht immer Hurra-Fußball spielen“

Schlecht gespielt, fast schon ein wenig verpfiffen worden, aber dank eines späten Pizarro-Treffers dennoch mit einem Punkt belohnt worden: Die Bremer Gefühle nach dem 1:1 gegen die Hertha waren gemischt.
16.02.2019, 21:27
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von (mw)
„Wir können nicht immer Hurra-Fußball spielen“
nordphoto

Rekordtorschütze Claudio Pizarro...

...mit seinem Fazit zur Partie: „Ich bin sehr zufrieden nach dem Spiel, ich glaube, das ist ein Punkt, der uns für unsere Ziele hilft. Und ich bin glücklich, dass ich nun der älteste Spieler bin, der ein Tor gemacht hat.“

...zum Tor: „Klar war auch Glück dabei. Ich habe mit Max darüber gesprochen, unter der Mauer durchzuschießen, weil die natürlich hochspringt. Das ist mir nicht ganz gelungen.“

...zu den spielerischen Problemen gegen die Hertha: „Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass es schwierig wird. Sie sind eine sehr gute Mannschaft und waren aggressiv von Anfang an. Als wir nichts zu verlieren hatten, sind wir dann alle nach vorne gegangen und haben auch immer besser Fußball gespielt. Am Ende hat es geklappt, wir haben einen Punkt.“

...zu Kohfeldts Kabinenpredigt: „Er kann schon böse sein. Aber heute hat er gesagt: Wir haben eine gute Mannschaft, wir müssen nur besser Fußball spielen in der zweiten Hälfte und aggressiver sein, weil wir heute gegen so eine Mannschaft gespielt haben: Wir waren Jungs, die waren Profis, zum Teil.“

...zu seiner Zukunft: „Alle fragen mich, ob ich weitermache. Jetzt gerade sagt mein Kopf: Ja natürlich, ich habe viel Lust Fußball zu spielen. Aber ich muss warten, was mein Körper sagt, und werde deshalb vielleicht auch bis zum Saisonende warten mit meiner Entscheidung.“

Werder-Coach Florian Kohfeldt...

…zur Linie von Referee Storks: „Wir hatten anfangs, zwei, drei Situationen, wo wir gut in die Tiefe gekommen sind und die Hertha mit allen Mitteln verteidigt hat, die sie zur Verfügung hatten. Wir haben das nicht gut gemacht. Aber es war auch schwierig zu spielen, weil man weiß, dass man immer was auf die Beine bekommt.“

…zu Niklas Stark, der unter anderem gegen Milot Rashica unfair zu Werke ging: „Dass der Mann ohne Gelbe aus dem Spiel geht, ist schon stark. Wenn Milot nicht wegspringt, kann ich den das nächste Mal im Oktober wieder einplanen.“

…zum Spielverlauf: „Das Gegentor war unglücklich. Danach sind wir zehn Minuten geschwommen und hätten auch das 0:2 kassieren können. Das war aber auch die einzige Phase, in der sie sich etwas herausspielen konnten. Generell war es heute ein torchancenarmes Spiel. So, wie es gelaufen ist, war es okay, dass wir einen Punkt machen.“

…zur eigenen Leistung: „Heute habe ich mich nicht so sehr über den Punkt gefreut sondern mehr darüber geärgert, dass wir nicht so gut gespielt haben. Wir hatten Probleme gegen ihre Mannorientierungen. Die Räume waren da, aber wir hätten besser spielen müssen.“

Kapitän Max Kruse:

„Wir sind nach Berlin gefahren, um zu gewinnen. Aber wir wissen auch, dass Hertha eine starke Mannschaft ist, diese Saison. Es war sicher nicht unsere beste Leistung. Aber man muss auch in solchen Spielen punkten, das ist das, was am Ende zählt. Wir müssen davon wegkommen, die Erwartungen zu hoch zu schrauben. Wir haben immer den Anspruch, guten Fußball zu spielen. Aber wir können nicht immer 90 Minuten Hurra-Fußball spielen, es kann nicht immer alles so funktionieren, wie man es sich vornimmt. Dass wir uns erst in der 93. Minute belohnt haben, ist natürlich eine besondere Situation. Aber auch die Hertha hätte das Spiel ja nicht zu elft beenden müssen. Morgen ist das alles egal.“

Maximilian Eggestein...

...zur Leistung: „Die erste Halbzeit war schlecht. Hertha hätte höher führen können. Die zweite war etwas besser, auch weil wir weniger zugelassen haben.“

...zu Pizarro: „Claudio kann sicher keine englische Woche mehr durchspielen. Aber heute hat man mal wieder gesehen, für was er immer noch gut ist.“

Hertha-Coach Pal Dardai:

„Wir müssen in der ersten Halbzeit zwei, drei zu null führen, dann haben wir die Probleme nicht. Wir sind mit unseren Chancen leichtfertig umgegangen. Ich finde, der Schiedsrichter hat einen guten Job gemacht. Ich habe ihn nach dem Spiel beglückwünscht. Nur die Gelbe Karte gegen Ibisevic hätte nicht sein müssen, habe ich ihm gesagt.“

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+