WM in Katar Thomas Müller wirbt für Füllkrug und würde gerne sein Ducksch sein

Nach seinem Ausgelichstreffer im WM-Spiel gegen Spanien ist Werder-Stürmer Niclas Füllkrug ein wichtiger Hoffnungsträger für die deutsche Nationalelf geworden. Auch Bayern-Star Thomas Müller erkennt das.
29.11.2022, 12:26
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Von kni

Als Niclas Füllkrug bei der WM in Katar über seinen Mucki-Jubel sprechen sollte, da mischte sich Thomas Müller ein, zeigte auf den Bizeps seines Nationalmannschaftskollegen und stellte mit einem breiten Grinsen fest: „Das ist schon ein gutes Ding.“ Der erfahrene Star des FC Bayern München brachte den WM-Neuling ganz kurz aus dem Konzept, doch insgesamt machte der Angreifer von Werder Bremen am Dienstagmorgen auch bei seiner zweiten DFB-Pressekonferenz wieder eine richtig gute Figur – wie zuvor schon auf dem Platz. Sein so wichtiger Ausgleich gegen Spanien hat den 29-Jährigen noch mehr in den Fokus gerückt, er ist zum WM-Hoffnungsträger der Deutschen geworden. Müller, der auch wegen des Bremers um seinen Startelfplatz fürchten muss, machte ordentlich Werbung für Füllkrug und bot sich tatsächlich als sein Marvin Ducksch an.

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Bei der Besetzung des Podiums lag diese Frage auf der Hand: Wer stürmt gegen Costa Rica, Müller oder Füllkrug? Müller spielte den Ball sofort zu Füllkrug weiter: „Willst du, Lücke?“ Der antwortete mit einem „Doofe Frage, wollen wir weitermachen?“ Was sollte er mit seinen erst drei Länderspielen auf dem Buckel dazu auch sagen. Also übernahm Weltmeister Müller und hielt sich erst mal an die Fakten: „,Lücke‘ trägt die Neun auf dem Rücken und hat das Ding gegen Spanien reingeschweißt.“ Er selbst dagegen habe es in zwei Spielen auf null Torschüsse gebracht – trotz einer guten Trefferquote im Training. Darauf wies dann auch Füllkrug schnell noch mal hin. Aber klar, der Bremer hat einen Lauf, ist also im Vorteil. Ein findiger Journalist kam da auf die Idee, dass dieses Duo vom Podium im nächsten Spiel auch gemeinsam auf Torejagd gehen könnte, so wie es Müller bei den Bayern erfolgreich mit Robert Lewandowski gemacht hat. „Wenn wir nicht so viele sehr, sehr gute Offensivspieler im Kader hätten, wäre das eine relativ einfache Schlussfolgerung - ,Lücke‘ vorne rein und ich dahinter“, urteilte Müller: „Hansi hat da die Qual der Wahl.“

Bundestrainer Hansi Flick ist also am Zug, aber er bekam noch einen Tipp von Müller, der nicht nur Werbung für Füllkrug, sondern sogar für Werder machte: „Gegen Costa Rica werden wir uns wahrscheinlich viel in der gegnerischen Hälfte aufhalten. Da geht es dann auch um die Besetzung der Box. Wenn man Bremen sieht, wie da ,Lücke‘ mit  ,Duckschi‘ funktioniert, das kann schon gehen.“ Müller als Marvin Ducksch, warum nicht? Ob sich der 33-Jährige mit dem Spitznamen „Hässliche Vögel“ des Werder-Sturmduos anfreunden könnte, wurde allerdings nicht erörtert.

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Füllkrug bleibt bescheiden

Auf dem Podium harmonierten Füllkrug und Müller jedenfalls schon mal ziemlich gut. Den spaßigen Bizeps-Hinweis des Kollegen lächelte der Werder-Profi schnell weg. „Ich bin nicht der Riesenjubler“, sagte Füllkrug. Deswegen würde er nur manchmal zum Mucki-Jubel greifen, gegen Spanien hätte das nicht gepasst. Mit dem 1:1 sei ja auch noch gar nichts erreicht. Der Mittelstürmer will ins Achtelfinale. Sich selbst  als WM-Hoffnung zu sehen, findet er schwierig: „Als Stürmer habe ich den Job, in Situationen zu kommen, aus denen man als Held hervorgehen kann. Dass hinten viel gerettet wurde, wird dann oft nicht so heldenhaft dargestellt.“

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