Werder Bremen Wolfsburg ist die nächste letzte Chance

Bremen. Bei Werder können sie es selbst kaum glauben, aber Fakt ist: Trotz der schwächsten Rückrunde der Bremer Bundesligageschichte ist die Europa League für Werder immer noch erreichbar. Dafür muss die Mannschaft aber heute unbedingt gewinnen.
28.04.2012, 10:08
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Wolfsburg ist die nächste letzte Chance
Von Marc Hagedorn

Bremen. Bei Werder können sie es selbst kaum glauben, aber Fakt ist: Trotz der schwächsten Rückrunde der Bremer Bundesligageschichte ist die Europa League für Werder immer noch erreichbar. „Es ist schon außergewöhnlich, dass wir so wenig gepunktet haben und immer noch eine Chance haben“, sagt zum Beispiel Werder-Boss Klaus Allofs. Soll es wirklich noch was werden mit Tabellenplatz sieben, gibt’s aber ab sofort nur noch eines: gewinnen, zunächst heute (ab 15.30 Uhr im Liveticker) in Wolfsburg.

19 Werder-Profis sind gestern Nachmittag in den Mannschaftsbus gestiegen, der am frühen Abend Wolfsburg erreichte. Werder hat beim dortigen VfL heute um 15.30 Uhr sein vorletztes Spiel in dieser Bundesliga-Saison zu absolvieren. Dass der Trip an den Mittellandkanal nicht zur reinen Ausflugsfahrt verkommen ist, findet man bei Werder selbst erstaunlich. Denn obwohl dieGrün-Weißen seit dem 11. März kein Bundesliga-Spiel mehr gewonnen haben, können sie heute den ersten Schritt zur Rettung einer eigentlich kaum mehr zu rettenden Saison machen.

Vor ein paar Wochen hatte Innenverteidiger Sokratis sechs Punkte aus den Heimspielen gegen Augsburg und Mainz gefordert – es wurde einer. Anschließend sollte unbedingt ein Sieg in Köln her – es wurde ein Unentschieden. Danach, nun aber wirklich, sollte Werder eben gegen Gladbach, Stuttgart und dieBayern dienötigen Punkte holen – was aber nur beim 2:2 gegen Gladbach glückte. Und trotzdem: Werder kann immer noch dieEuropa League erreichen.

Aber dafür müsste dieMannschaft von Thomas Schaaf zunächst mal in Wolfsburg gewinnen. Genau das haben sich dieSpieler vorgenommen. Sagen sie. Etwa Sebastian Prödl: „Wenn wir nicht daran glauben würden, dass wir es noch schaffen können, müssten wir gar nicht erst antreten.“ Das tun sie aber. Fraglich ist nur, in welcher Formation. Denn gestern saß zwar auch Naldo im Bus, allerdings hatte der Innenverteidiger zuvor am Weserstadion nicht mit der Mannschaft trainiert. Ihn plagen Rückenschmerzen, und nur wenn diebis heute Mittag verschwunden sind, wird Naldo auch spielen. Ansonsten übernimmt Francois Affolter den Posten an der Seite von Abwehrchef Sokratis.

Was spricht überhaupt für Werder nach nur zwei Siegen in der bis dato schlechtesten Rückrunde der Bremer Erstligageschichte? Alle Beteiligten sammeln eifrig Mutmachendes. Schaaf beispielsweise rief im Vorfeld der Wolfsburg-Partie das geglückte Comeback von Aaron Hunt in Erinnerung – daran habe man gesehen, „was uns in den vergangenen Monaten gefehlt hat“. Apropos gefehlt: Das hatten neben Sokratis zuletzt wegen Sperren auch Kapitän Clemens Fritz und Sebastian Boenisch. Während Fritz beim Anpfiff heute gleich auf dem Feld stehen wird, erhöht Boenisch Schaafs Einwechselmöglichkeiten.

Wieder mit Stevanovic

In der Startelf hinten rechts dürfte wie gegen dieBayern Aleksandar Stevanovic stehen. Jedenfalls ließ Schaaf ihn auch gestern beim Abschlussspiel auf dieser Position in der A-Elf auflaufen. Und sonst? Müsste Claudio Pizarro seine inzwischen fünf Spiele währende Torflaute beenden. Seit 509 Minuten, so lange wie seit seinem Debüt 1999/2000, hat ,Piza’ nicht mehr getroffen. Müsste Werders Mittelfeld diehochproduktive Wolfsburger Flügelzange Marcel Schäfer (5 Tore+6 Vorlagen) und Ashkan Dejagah (3+10) in den Griff kriegen. Und dürfen Wolfsburgs Top-Torjäger Mario Mandzukic (12 Treffer) und Patrick Helmes (9) nicht zum Abschluss kommen. Ob Werder das schafft?

Auch für den VfL Wolfsburg wird das heutige Duell zum Endspiel um dieMini-Chance Europa League. „Diese Chance haben wir nicht in eigener Hand“, sagt Wolfsburgs Trainer Felix Magath zwar, „aber dann sollten uns dieanderen Vereine dieChance schon wegnehmen müssen, anstatt dass wir etwas liegen lassen.“ Gewinnt Hannover in Leverkusen, ist Wolfsburg indes so oder so raus. Werder hat da noch dieetwas besseren Aussichten. „Wir glauben weiterhin an dieEuropa League“, sagt Klaus Allofs, „dafür müssten wir aber diebeiden noch ausstehenden Spiele gewinnen.“ Gewinnen war zuletzt das Problem.

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