Daten und Fakten zum Gladbach-Spiel

Ziemlich viele Werder-Schrecke

Hecking, Raffael oder ...? Welcher Angstgegner darf’s denn sein für Werder? Gegen die Borussia gab es zuletzt wenig zu lachen, was angesichts der jüngsten Ergebnisse keine besonders guten Voraussetzungen sind.
10.11.2018, 11:16
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Von Stefan Rommel
Ziemlich viele Werder-Schrecke
nordphoto

Gladbach ist hauchzart vorn:

Die Gesamtbilanz aus Bundesliga und DFB-Pokal ist nahezu ausgeglichen. 40 Bremer Siegen stehen 41 Gladbacher Siege gegenüber, bei bisher 23 Remis. Das Torverhältnis spricht allerdings klar für Gladbach, aus Borussen-Sicht steht es bei 184:164 Toren. In der Bundesliga liegt Werder mit 38 Siegen knapp vorn, Gladbach verbuchte 37 Siege bei 23 Unentschieden. In den 49 Heimspielen behielt Bremen 27 Mal die Oberhand, bei acht Niederlagen und 14 Remis.

Lange nicht mehr gewonnen:

Werder gewann allerdings nur eins der letzten elf Bundesligaduelle mit Borussia Mönchengladbach (drei Remis, sieben Niederlagen): Im August 2015 gab es im Weserstadion ein 2:1. Damit wartet Bremen seit fünf Bundesligaspielen auf einen Dreier gegen Mönchengladbach (ein Remis, vier Niederlagen). Nur gegen den FC Bayern hat Werder aktuell länger nicht mehr in der Bundesliga gewonnen. Seit 19 Spielen gab’s gegen den Rekordmeister keinen Sieg mehr.

Neues Gefühl für Kohfeldt:

Bremen verlor zuletzt erstmals seit Oktober/November 2017 und erstmals unter Trainer Florian Kohfeldt zwei Bundesligaspiele in Folge. Mehr Bundesliganiederlagen in Folge innerhalb einer Saison gab es für Werder zuletzt im Mai 2017 (drei), damals noch unter Alexander Nouri.

Einmaliger Ausrutscher?

Das 2:6 gegen Leverkusen war die einzige Bremer Niederlage in den letzten 17 Bundesliga-Heimspielen (acht Siege, acht Remis). In den letzten 14 Bundesliga-Heimspielen kassierte Werder sonst nie mehr als ein Gegentor.

Heckings starke Werder-Bilanz:

Aus 24 Spielen als Trainer von Lübeck (im DFB-Pokal), Hannover, Nürnberg, Wolfsburg und jetzt Gladbach holte Dieter Hecking im Schnitt rund 1,5 Punkte pro Spiel. Mit Wolfsburg legte er dabei einst sechs Siege in Folge gegen Werder hin, bei einem Torverhältnis von 22:5. Aus den drei Spielen mit der Borussia entschied er zwei für sich und spielte ein Mal remis.

Noch ein Werder-Schreck:

Gladbachs Raffael traf gegen keinen Gegner öfter als gegen Bremen (acht Tore). Der Brasilianer wird nach seiner Verletzungspause zwar zunächst wohl nur auf der Bank Platz nehmen, als möglicher Joker aber auch nicht gerade für Behagen bei Werder sorgen.

Vorsicht auch vor Hazard:

Nur Dortmund (30) hat mehr Tore geschossen als Mönchengladbach (23). Thorgan Hazard steht bereits bei sieben Saisontoren und führt (gemeinsam mit Alcacer, Jovic und Haller) die Torschützenliste der Bundesliga an. Und: Gegen Werder kommt Hazard in nur sieben Spielen schon auf acht Scorerpunkte (drei Tore, fünf Assists). Nur gegen Hertha BSC spielt der Belgier offenbar noch lieber (zehn Scorerpunkte in nur fünf Spielen).

Erstes Heimspiel, schlimmste Niederlage:

In der Saison 1965/66 kassierte Borussia Mönchengladbach im ersten Heimduell mit Werder Bremen überhaupt gleich die höchste Heimniederlage seiner Bundesligageschichte. Werders Hugo Dausmann schoss die Borussia mit vier Treffern fast im Alleingang ab, am Ende stand es 0:7 aus Gladbacher Sicht.

Und wieder mal Pizarro:

Der Peruaner wurde gegen Mainz zum ersten Bundesligaspieler, dem im Alter von 40 Jahren mehr als ein Bundesligator gelang (zwei). Erstmals seit März/April 2016 (fünf Spiele) traf Pizarro wieder in zwei Bundesligaeinsätzen in Folge. Damit hat er seine Ausbeute der letzten beiden Spielzeiten, als er für Köln und Bremen jeweils nur einmal getroffen hatte, schon eingestellt.

Die Sache mit den Strafstößen:

Der Borussia wurden in den letzten drei Monaten insgesamt fünf Strafstöße zugesprochen. Werder erhielt dagegen in den letzten 19 Monaten nur einen einzigen Strafstoß.

Die Umfrage zum Spiel gibt es hier:

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