Tweet-Nachspiel Zoff mit Werder: FPÖ fordert finanzielle Entschädigung

Nach der Androhung einer Klage gegen Werder wegen eines Tweets fordert die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ nun auch eine finanzielle Entschädigung. Und setzt ein Ultimatum.
05.07.2022, 17:01
Lesedauer: 2 Min
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Von Björn Knips

Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) hat im Zoff mit dem SV Werder Bremen die nächste Eskalationsstufe erklommen. Nach Beleidigungen und der Androhung einer Klage fordert die rechtspopulistische Partei nun eine sofortige Löschung des umstrittenen Tweets, eine öffentliche Entschuldigung und eine finanzielle Entschädigung in Höhe von 10 000 Euro, die an einen Verein gespendet werden soll. Bis zum 14. Juli habe der SV Werder dazu Zeit, ansonsten würde eine Klage eingereicht. Das berichtet die österreichische Nachrichtenagentur APA und beruft sich auf ein Schreiben, das Tirols FPÖ-Chef Markus Abwerzger an Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald geschickt hat.

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Der SV Werder, der gerade sein Trainingslager in Österreich abhält, will sich auch weiterhin nicht zu dem Thema öffentlich äußern, teilte Mediendirektor Christoph Pieper auf Nachfrage unserer Deichstube mit. Der Bundesligist hatte am Samstag auf eine FPÖ-Veranstaltung in unmittelbarer Nähe zum Trainingsgelände in Zell am Ziller mit folgendem Tweet reagiert: „Wir fühlen uns hier so sehr zuhause, dass wir auch im Zillertal dafür einstehen: KLARE KANTE GEGEN NAZIS“. Garniert mit dem Hashtag #nachbarnkannmansichnichtaussuchen und einem Bild von der Veranstaltung, auf dem deutlich ein Banner der FPÖ zu sehen ist.

Von vielen Werder-Fans gab es dafür Lob, auch von Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Die FPÖ reagierte dagegen harsch auf den Tweet. „Niemand braucht diese links versifften Piefke bei uns“, schrieb etwa Wiens FPÖ-Pressesprecher und Ex-Landtagsabgeordneter Leo Kohlbauer und empfahl dem Bundesligisten via Twitter: „Sollen‘s in Buntland den Regenbogen-Ramadan feiern.“ Werder bleibt trotzdem noch bis zum 10. Juli in Österreich.

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