WESER-KURIER-Empfang im Weserstadion Pucks für alle

Oben in Turm 1 des Weserstadions lagen sie bereit. Etwa 60 schwarze Hartgummischeiben, beschriftet mit dem tagesaktuellen Datum – ein Puck für jeden Gast.
15.03.2015, 00:00
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Oben in Turm 1 des Weserstadions lagen sie bereit. Etwa 60 schwarze Hartgummischeiben, beschriftet mit dem tagesaktuellen Datum – ein Puck für jeden Gast.

Es war ein kleiner Spaß am Rande, ein scherzhafter Abschluss des Verbalscharmützels zwischen Werder-Sportchef Thomas Eichin und dem Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer, der seinem Bremer Widerpart Spätfolgen infolge eines Puck-Treffers attestiert hatte. Beim Empfang des WESER-KURIER indes bekam Eichin nicht nur einen Puck geschenkt, sondern für seine Kritik am Bayern-Bonus Rückendeckung – von Günter Netzer.

„Natürlich durfte Thomas Eichin das sagen“, erklärte Netzer in einer Gesprächsrunde den Zuhörern und ergänzte listig, „er wusste ja, was er sich einhandelt. Matthias Sammer ist doch sehr präzise...“ Es war ein launiger Einwurf des Ex-Nationalspielers, der nicht minder launig auf seine eigene Spielervergangenheit zurückblickte: Damals in der Siebzigern „waren wir Stürmer und Mittelfeldspieler immer in Lebensgefahr“, unkte der heute 70-Jährige – und machte einen der Übeltäter, die ihn einst mit harten Bandagen bearbeitet hatten, im Publikum aus: „Max Lorenz!“ Die Werder-Legende konnte sich einen lauten Lacher nicht verkneifen.

Ernst wurde Netzer allerdings, als es um die Dominanz des FC Bayern in der Liga ging. Auf Dauer hält der Executive Director der Sportrechte-Agentur Infront eine solch beherrschende Stellung für problematisch. Man schaufele den Bayern mittlerweile das Geld nur so zu, „ohne dass sie sich bemühen müssen“. An dieser Position, die sich der Klub lange erarbeitet habe, sei derzeit kaum zu rütteln – auf Sicht aber, hofft Netzer, „wird es nicht ewig so weitergehen. In der Bundesliga muss man nur ein Jahr nicht aufpassen – und schon ist man in Schwierigkeiten“.

Lob gab es von Netzer und auch von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach für Werders Weg aus der Krise. Noch vor Weihnachten, erinnerte sich Niersbach, habe er Werder geraten, die Tabelle einfach umgekehrt an den Weihnachtsbaum zu hängen. Jetzt stellte er fest: „Ich sehe, dass hier die Mischung stimmt. Werder ist ein starkes Stück Bremen und ein starker Bestandteil des deutschen Fußballs.“

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