Werder Bremen Schaaf ärgert sich über Länderspiel-Termin

Bremen. Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf hat Kritik an der Ansetzung des Länderspiels der deutschen Nationalmannschaft am 11. August geübt. Erst eine Woche zuvor steigen Schaafs (deutsche) WM-Fahrer ins Training ein. Man werde sich "Gedanken machen müssen", so Schaaf.
16.07.2010, 18:42
Lesedauer: 2 Min
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Schaaf ärgert sich über Länderspiel-Termin
Von Olaf Dorow

Bremen. Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf hat Kritik an der Ansetzung des Länderspiels der deutschen Nationalmannschaft am 11. August geübt. Erst eine Woche zuvor steigen Schaafs (deutsche) WM-Fahrer ins Training ein. Man werde sich "Gedanken machen müssen", so Schaaf.

Wenn es das im Fußball geben würde, könnte man den Tag gestern als einen Brückentag bezeichnen. Es war ein Tag zwischen Werders Trainingslagern in Norderney und Donaueschingen.

Es war ein Tag, um den Trainer zu fragen, wie zufrieden er so sei nach der ersten und vor der zweiten Etappe der Saison. Im Laufe der improvisierten Pressekonferenz am Rande des Trainingsplatzes beim Bremer Stadionbad sagte Thomas Schaaf, dass er nie zufrieden sei. Das war eher allgemein gemeint. Am Ende aber hatten die Reporter dann doch recht viel in ihre Blöcke hineingeschrieben, was sich recht konkret unzufrieden anhörte.

Es ging schon mit dem Wetter los. Dafür kann natürlich niemand etwas, aber es war wirklich heftig auf der Insel diesmal. Es war sehr, sehr heiß, und einmal war es auch sehr, sehr nass. Auch für die Rumpftruppe, mit der Schaafhinübergefahren war auf die Insel, gab es Gründe. Werder hatte allein sechs Mann bei der WM dabei.

Dass sich das Personal noch reichlich verändern dürfte, ist auch eher eine allgemeine Entwicklung. Die Klubs planen, kaufen und verkaufen immer später. Erst wenn in Deutschland der Liga-Betrieb längst läuft, dürften Ende August die Kader feststehen.

Dann ärgerte sich Schaafüber die vielen Verletzungen, die in Werders erster Trainingswoche registriert wurden. Schaafsagte: „Das hat mir überhaupt nicht gefallen.“ Und er begründete das nicht mit dem Schicksal oder damit, dass seine Truppe „gut und intensiv“ gearbeitet hätte an der Nordseeküste. Schaafargumentierte vielmehr, dass die Spieler doch gewusst hätten, was sie erwarte. Zumindest die erfahrenen, und die unerfahrenen hätten sich ja informieren können. „Der eine oder andere kann ja mal darüber nachdenken, wie er sich vorbereitet hat“, sagte Schaaf. Die Pause sei doch dazu da gewesen, um „jedes Wehwehchen auszukurieren“.

Gleich zum Saisonstart waren Spieler ausgefallen, die Schaafnicht gemeint haben kann. Torsten Frings ist sein engster Vertrauter, macht den Laktattest jedes Mal sozusagen mit links, und schleppte sein Leistenproblem schon durch die letzte Saison. Naldo, der sich ebenfalls umgehend abmeldete, hat ein entzündetes Knie. Er gilt seit Jahren als vorbildlicher Profi.

Nach dem ersten Testspiel auf Norderney hatten sich am Dienstag gleich mehrere Männer aus SchaafsMannschaft mit muskulären Problemen abgemeldet, darunter auch Aaron Hunt und Sebastian Boenisch. „Ich werde hier natürlich keine Namen nennen“, sagte Schaaf, womit er eine kleine Quadratur des Kreises hinbekommen hatte. Er hatte gleichzeitig Spieler aus seiner Mannschaft kritisiert – und in Schutz genommen.

Abschließend kam die kleine Medienrunde wieder auf ein Ärgernis zu sprechen, wofür kein Werderaner etwas kann: der bereits von Bayern-Trainer Louis van Gaal gegeißelte Länderspiel-Termin am 11. August. Erst eine Woche zuvor steigen Schaafs(deutsche) WM-Fahrer ins Training ein. Sie haben nicht mal drei Wochen Zeit, um sich auf die nicht ganz unwichtige Champions-League-Qualifikation vorzubereiten. „Der Termin passt absolut nicht rein“, sagt Schaaf, „was soll denn da (im Test gegen Dänemark, d. Red.) großartig ausprobiert werden?“ Man werde sich „Gedanken machen müssen“.

Das war’s dann, das erste Fazit der jungen Saison. Nein, noch nicht ganz. Schaafmusste noch darauf hinweisen, dass die Journalisten jetzt den Platz verlassen müssen. Sonst würde ihm der Sicherheitsdienst den Schlüssel für die Anlage nicht aushändigen. Das wäre ärgerlich.

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