Werder Bremen Schaaf bringt Wesley und Silvestre ins Spiel

Bremen. Die Länderspielpause kam für Wesley und Mikael Silvestre zu rechten Zeit. Werders Neue konnten sich einleben und intensiv trainieren. Werder-Coach Thomas Schaaf ist zufrieden und hat keine Bedenken, die beiden Zugänge schon am Sonnabend in München ins Spiel zu bringen.
09.09.2010, 13:17
Lesedauer: 2 Min
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Von Ben Binkle

Bremen. Eigentlich sind Länderspielpausen keine schöne Zeit für die Bundesligatrainer. Während die Hälfte des Kaders mit den Nationalmannschaften unterwegs ist, muss der Coach daheim mit einer kleine Restgruppe trainieren. Im Falle von Werder Bremen war das in dieser Woche halb so schlimm. Denn während der EM-Qualifikationsspiele konnte Thomas Schaaf seine Neuzugänge Wesley und Mikael Silvestre genauer unter die Lupe nehmen. Für beide gab es ein großes Lob.

"Wir konnten den Spielern in den letzten zwei Wochen unsere Ideen näher bringen, auch sie konnten uns näher kennenlernen", sagte Schaaf am Donnerstag. Mit dem Einstand der beide Neuzugänge ist er sehr zufrieden. "Man hat nicht das Gefühl, dass sie Anpassungsprobleme haben", sieht Schaaf das Duo auf einem guten Weg. Zwar gäbe es noch kleine Abstimmungsprobleme und den ein oder anderen Fehlpass, das sei allerdings völlig normal. "Das lässt sich sehr gut ansehen", schildert der Werder-Coach die Trainingsleistungen der beiden Neuen.

In Wesley und Silvestre hat Werder hohe Qualität geholt. Entsprechend sieht Schaaf grundsätzlich "überhaupt kein Problem", beide schon am Sonnabend bei Bayern München ins Spiel zu bringen. "Beide sind keine Spieler, die man lange heranführen muss", sagt Schaaf, der sich um die endgültige Aufstellung noch Gedanken machen will. Der Name Silvestre wird in den Überlegungen des Trainers eine große Rolle spielen. Der Franzose verfügt über gewaltige Erfahrung, spielte jahrelang mit Manchester United und der Nationalmannschaft auf höchsten Niveau. Seine Klasse ist auch gefordert, da in Per Mertesacker und Naldo gleich zwei wichtige Stützen der ohnehin nicht immer sattelfesten Werder-Abwehr ausfallen.

Wesley: Eher Naldo als Diego

Ob es bei Wesley für die Startelf reicht, darf bezweifelt werden. Im Mittelfeld hat Werder keine Personalprobleme, das Angebot ist groß, Grund für Personalwechsel hat Schaaf nicht. Dass der Brasilianer, der vor zwei Wochen vom FC Santos an die Weser kam, noch kein Deutsch spricht, ist derweil kein Hindernis für einen Einsatz. Wichtiger als die sprachliche Verständigung mit den Teamkollegen sei das fußballerische Wissen, sagt Schaaf: "Und das ist bei Wesley vorhanden."

Nach zwei Wochen intensiver Kennenlernzeit beschreibt der Trainer seinen neuen Mittelfeldakteur als offenen Menschen, der fußballerisch eine Mischung aus seinen Landsleuten Naldo und Diego ist. Wobei wohl die Anteile des Erstgenannten überwiegen. "Wesley ist nicht so verspielt wie Diego, etwas klarer in seinen Aktionen. Er bringt sich gut ins Mannschaftsspiel ein", lobt Schaaf. Und vielleicht können sich auch die Werder-Fans schon am Sonnabend (18.30 Uhr im Liveticker) ein erstes Bild vom neuen Brasilianer machen.

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