Werder Bremen Schaaf: "Langfristig zur absoluten Ordnung zurück"

Bremen. Im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Hannover 96 will Werder einen weiteren Schritt nach vorne machen. "Zuletzt war schon wieder mehr Ordnung in unserem Spiel", sagte Bremens Trainer Thomas Schaaf vor dem Nord-Derby.
11.02.2010, 17:20
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Stöckel

Bremen. Nach dem Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals richtet sich der Blick bei Werder Bremen jetzt wieder auf das Bundesliga-Geschäft. Dort heißt der Auswärts-Gegner im Nord-Derby am Sonnabend ab 15:30 Uhr Hannover 96.

Die 96er belegen mit aktuell 17 Punkten im Moment zwar nur den drittletzten Platz, trotzdem mahnt Werder-Trainer Thomas Schaaf, die Niedersachsen bloß nicht zu unterschätzen. Es gelte das, was auch im letzten Meisterschaftsspiel gegen Hertha BSC Berlin gegolten habe: „Auch, wenn man Tabellenletzter ist, kann man stark spielen.“

"Wir müssen auf uns fokussiert sein"

Man dürfe aber auch nicht zu viel über den Gegner reden. „Es ist wichtiger, die Dinge anzugehen, die uns betreffen. Wir müssen auf uns fokussiert bleiben“, sagte Schaaf. „Wir sind den ersten Schritt gegen Berlin und den zweiten gegen Hoffenheim gegangen“, so der Werder-Coach, der vor allem wieder mehr Struktur im Spiel seiner Mannschaft gesehen hat. „Wir haben sicherer zusammengespielt und es war wieder mehr Ordnung da. Das war wesentlich effektiver als davor.“ Man wolle aber bald wieder zur „absoluten Ordnung“ zurück. „Daran wollen wir arbeiten. Dann wird auch unser Spiel wieder schneller.“

"Schwieriger, den Gegner einzuschätzen"

Die aktuellen Verletzungssorgen bei Hannover (Karim Haggui, Arnold Bruggink und Valdet Rama fallen aus) sieht Schaaf nicht unbedingt als Schwächung des Gegners an. „Das ist nicht entscheidend. Das haben wir auch bei den Hoffenheimern gesehen. Dennoch ist es natürlich schwieriger, den Gegner einzuschätzen, wenn man erst am Samstag sieht, wer letztendlich aufläuft.“

Und dieser Gegner will – genau wie Werder – aus dieser Begegnung Punkte mitnehmen. Den guten Leistungen und Trainingseindrücken müsse endlich Zählbares folgen, forderte Hannovers Trainer Mirko Slomka, der angekündigt hat, die Werder-Defensive „unter Druck“ setzen zu wollen.

Zwar sei Werder eine "starke Mannschaft", die sich "viele Torchancen erarbeitet" und über eine "große individuelle Klasse" verfüge, dennoch hat Slomka nach eigener Meinung aber auch "Schwächen erkannt". So will er die Werder-Defensive "unter Druck setzen", um Torchancen zu erarbeiten.

Wiese soll im Tor stehen

Personelle Änderungen sind bei den Bremern wohl nicht zu erwarten. Nach den zuletzt ansprechenden Leistungen gibt es für Trainer Schaaf wenig Gründe, die Start-Formation zu verändern. Dies wird auch im Tor nicht nötig sein. Nachdem Tim Wiese im Pokal zur Halbzeit wegen einer Rückenverletzung ausgewechselt werden musste und durch Christian Vander ersetzt wurde, gab Schaaf für einen Wiese-Einsatz gegen Hannover am Donnerstag quasi grünes Licht. „Es hat sich wieder gebessert. Die Behandlung hat in den letzten beiden Tagen gut angeschlagen. Wir können davon ausgehen, dass er dann am Samstag spielt."

Sebastian Prödl war beim Training am Donnerstagnachmittag wieder dabei. Nachdem der Österreicher die letzten drei Tage aufgrund von Magen-Darm-Problemen pausiert hatte, meldete sich der 22-Jährige für die Partie in Hannover fit. "Ich fühle mich gut, der Infekt ist vollkommen auskuriert. Samstag kann ich definitiv wieder dabei sein".

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