DFB-Pokal: Werder gegen Hoffenheim Schaaf: "Spiel gegen Hoffenheim wird attraktiv"

Bremen. Im Viertelfinale des DFB-Pokals empfängt Werder Bremen am Dienstagabend die Mannschaft von 1899 Hoffenheim. "Wir haben es oft geschafft, uns in einem Spiel durchzusetzen, wenn es darauf ankommt", sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf.
08.02.2010, 18:16
Lesedauer: 2 Min
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Schaaf:
Von Daniel Stöckel

Bremen. Mit einem Sieg gegen 1899 Hoffenheim im Viertelfinale des DFB-Pokals kann Werder Bremen am Dienstagabend (20.30 Uhr) einen weiteren Schritt in Richtung Europapokal machen. Darum gehe es in erster Linie aber erstmal nicht, sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf.

„Wir wollen immer erfolgreich sein und uns grundsätzlich in jedem Wettbewerb durchsetzen“, stellte Schaaf vor der Begegnung gegen Hoffenheim (am Dienstag ab 20.30 Uhr bei uns im Liveticker) bei der Pressekonferenz am Montag klar. „Grundsätzlich ist ein Pokal-Endspiel in Berlin aber immer etwas Besonderes. Wir wissen das, schließlich waren wir schon ein paarmal dort.“

„Der Weg in den europäischen Wettbewerb über den DFB-Pokal ist zwar kürzer, aber auch schwieriger“, so Werder-Manager Klaus Allofs. „In der Meisterschaft kann man sich zwischendurch auch mal einen Ausrutscher erlauben, im Pokal ist man bei einer Niederlage direkt raus. Deshalb wäre es natürlich toll, wenn wir gegen Hoffenheim weiterkommen würden“, sagte Allofs. Dabei mithelfen kann höchstwahrscheinlich Stürmer Claudio Pizarro. Der Peruaner hatte zwar am Sonntag über Nackenprobleme geklagt, trainierte am Montag aber wieder mit.

"Pokalmannschaft? Warum nicht?"

Auf die Frage, ob Werder denn nach den Resultaten aus der Vergangenheit eine „Pokalmannschaft“ sei, entgegnete Schaaf: „Wenn man das so inszenieren will, dann sicherlich. Wir haben es oft geschafft, uns in diesem einen Spiel durchzusetzen, wenn es darauf ankommt. Wenn man dann von Pokalmannschaft spricht, gerne. Warum nicht?“ Den Fans sagt er für Dienstag eine attraktive Partie voraus: „Es gibt am Ende nur einen Sieger und dieses Ziel werden beide Mannschaften verfolgen. Damit ist die Chance sicherlich groß, dass es ein gutes Spiel wird.“ In der Bundesliga sind die Bremer gegen Hoffenheim noch unbesiegt: Zuletzt gab es für die Grün-Weißen dank Treffer von Pizarro und Mertesacker einen 2:0-Heimsieg.

Den Sieg im Bundesligaspiel gegen Hertha BSC Berlin am vergangenen Freitag hat Schaaf zwar gefreut, man solle den Erfolg aber nicht gleich überbewerten. „Erstmal hat uns das sicherlich ein positives Gefühl gegeben. Für die nächsten Tage und auch für die nächsten Spiele. Aber wir müssen da jetzt auch weitermachen und dürfen uns nicht ausruhen.“ Gute Ansätze im Spiel seiner Mannschaft hat Schaaf gegen die Hauptstädter bereits festgestellt. „Besseres Offensiv- und Defensivverhalten zum Beispiel. Es ist aber insgesamt kein kurzer Weg, das habe ich vorher schon gesagt. Wenn man Stück für Stück weiterkommt und wir darauf achten, dass wir uns selber nicht in Not bringen, dann kommen wir weiter. Wie schnell das geht, werden wir sehen.“

"Jetzt sind wir krasser Außenseiter"

Gegner Hoffenheim hat inzwischen die Rolle des Außenseiters angenommen."Wir waren nach der ohnehin unglücklichen Auslosung schon Außenseiter. Jetzt sind wir krasser Außenseiter", sagte 1899-Trainer Ralf Rangnick, der damit vor allem auf die Verletzungsprobleme seiner Mannschaft anspielt. Fraglich sind bei den Hoffenheimern die Innenverteidiger Josip Simunic und Marvin Compper (muskuläre Verletzungen). Andreas Beck (Innenbandriss im Knie) fehlt ohnehin vier bis sechs Wochen. Chinedu Obasi (Sprunggelenksblessur im Knöchel) muss ebenfalls passen. Zudem ist Torwart Hildebrand nach einem Tritt in die Wade angeschlagen.

„Es geht nicht darum, wer Favorit ist oder nicht“, sagte Schaaf. „Fakt ist, dass wir über eine ganze Zeit auch Ausfälle haben. Selbst, wenn bei Hoffenheim zusätzlich zwei Leute ausfallen, haben sie immer noch viele hervorragende Fußballer in ihren Reihen.“

Der Werder-Coach hatte sein Team am Montag im Weser-Stadion trainieren lassen. Gründe waren der vereiste Trainingsplatz, dieBaustellensituation im Inneren des Stadions und die umfangreichen Vorbereitungen für die Hoffenheim-Partie auf den Rängen und in den Logen.

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