Werder Bremen Schaaf verzichtet auf Jensen und Rosenberg

Bremen. Gegen Bochum standen sie noch in der Bremer Startelf, beim "Spiel des Jahres" gegen den FC Augsburg ist für Markus Rosenberg und Daniel Jensen nicht mal mehr Platz im Kader. Beide Namen fehlen im Bremer Aufgebot für das DFB-Pokal-Halbfinale am Dienstag.
22.03.2010, 16:34
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Von Ben Binkle

Bremen. Gegen Bochum standen sie noch in der Bremer Startelf, beim "Spiel des Jahres" gegen den FC Augsburg ist für Markus Rosenberg und Daniel Jensen nicht mal mehr Platz im Kader. Beide Namen fehlen im Bremer Aufgebot für das DFB-Pokal-Halbfinale (20.30 Uhr im Liveticker) am Dienstag im Weserstadion.

Dass es sich bei der Nicht-Nominierung des schwedisch/dänischen Duos um eine Reaktion auf den schwachen Auftritt gegen den VfL Bochum handelt, wollte Trainer Thomas Schaaf nicht direkt bestätigten. "Ich denke, dass wir mit diesen 18 Leuten gut aufgestellt sind", gab Schaaf an. Gegen Bochum hatten Jensen und Rosenberg die Chance in der Startelf bekommen, beide wurden nach desolaten Auftritten (WESER-KURIER-Note 5,5) bereits zur Pause ausgewechselt. Die Rückfrage eines Journalisten, ob der Fall von der Startformation aus dem Kader nicht sehr tief sei, beantwortete Schaaf kurz angebunden: "Weiß ich nicht."

Alle anderen Spieler meldeten sich vor dem so wichtigen Halbfinale fit. Auch Aaron Hunt, der gegen den VfL am Sonnabend noch fehlte, konnte das Training am Montag ohne Beschwerden absolvieren. Insofern kann Schaaf auf dem Weg ins zehnte DFB-Pokal-Endspiel der Vereinsgeschichte aus dem Vollen schöpfen. Trotz der großen Routine in Sachen Endspiel ist die Partie gegen den FCA keineswegs eine Normalität für Werder Bremen. "Man hat im Training gemerkt, das die Konzentration da ist", beschreibt Schaaf die angespannte Situation: "Ein Finale ist immer etwas Außergewöhnliches, auch wenn es für uns, salopp gesagt, Normalität ist." Da vergessen die Spieler auch die hohe Belastung der Vortage mit zwei Spielen binnen drei Tagen. "Wenn man ein solches Ziel vor Augen hat, dann ist man sehr motiviert", weiß der Werder-Coach.

Rund 30.000 Zuschauer werden erwartet

Und auch Klaus Allofs wirkt vor dem Halbfinale einer Erwartungshaltung entgegen. Keineswegs, so glaubt der Werder-Boss, sei die mögliche erneute Finalteilnahme normal oder selbstverständlich: "Für alle Beteiligten hier ist das nach wie vor etwas Besonderes." Schließlich ginge es um mehr als nur einen Platz in der Europa League, den Werder wohl mit dem Sprung nach Berlin sicher hätte: Es ist die letzte Bremer Chance auf einen Titelgewinn in dieser Saison. "Außerdem hat das einen finanziellen Aspekt", ergänzt Allofs: "Den darf man auch nicht vernachlässigen."

So hätte sich der Werder-Sportdirektor sicher beim bisherigen "Spiel des Jahres" auch über ein ausverkauftes Weserstadion gefreut, das es am Dienstag aber nicht geben wird. Mit rund 30.000 Zuschauern rechnet der Verein, achttausend Plätze blieben dann leer. Für Allofs ist das dennoch eine "sensationell gute Zahl", beim 4:4 gegen Valencia waren es nur 24.000. Die Gründe dafür liegen für Werder auf der Hand: Der Termin unter der Woche, die späte Anstoßzeit, die vielen Heimspiele der letzten Wochen, die beim Fan "ins Geld gehen" und die TV-Liveübertragung halten den ein oder anderen Fan vom Besuch im Weserstadion ab. Ein Problem, mit dem alle Klubs gleichermaßen zu kämpfen haben. An Gästen aus Augsburg mangelt es definitiv nicht: Rund 3000 Anhänger bringt der Zweitligist mit an die Weser.

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