Werder Bremen Schaaf will an Özil festhalten

Bremen. Werder Bremens Mittelfeldspieler Mesut Özil kann sich trotz zuletzt schwacher Leistungen auf die Rückendeckung von Trainer Thomas Schaaf verlassen. „Es ist zu einfach, zu sagen: Lass ihn draußen“, sagte Schaaf am Freitag.
19.02.2010, 14:44
Lesedauer: 1 Min
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Schaaf will an Özil festhalten
Von Daniel Stöckel

Bremen. Trotz zuletzt dreier Torvorlagen in der Bundesliga-Rückrunde läuft es bei Werders Mittelfeldmann Mesut Özil nicht wirklich rund. Von den Glanzleistungen vor allem zu Saisonbeginn und beim Spiel im November gegen den SC Freiburg (ein Treffer, vier Torvorlagen) ist nichts mehr übrig geblieben.

Auch beim Europa-League-Spiel bei Twente Enschede wurde Özils Auftritt als schwach bewertet. Und so muss sich der 21-Jährige zurzeit einiges anhören. Die Fragen drehen sich zum Beispiel um Özils Privatleben. Oder darum, ob dem Jungstar lukrative Angebote irgendwelcher europäischer Großklubs im Kopf herumschwirren. Oder wann er endlich Werders Angebot zur Verlängerung des 2011 auslaufenden Vertrags annimmt. Und wenn nicht, warum nicht.

Werders Trainer Thomas Schaaf wollte Özils Leistung gegen die Niederländer am Donnerstag nicht groß kommentieren. „Ich mache keine Einzelkritik. Wir sind nicht nur von einem Spieler abhängig. Für ihn gilt wie für alle anderen, dass wir Dinge hätten besser machen können. Er ist sicherlich nicht in der Form, in der er sein kann, aber das gilt auch für andere“, so die Ansage von Schaaf.

"Da muss man ihm raushelfen"

Sportdirektor Klaus Allofs glaubt nicht, dass Özil Gedanken um Verträge zu schaffen machen. „Er hat die Messlatte sehr hoch gelegt. Es kommt einfach selten vor, dass ein 21-Jähriger über eine sehr lange Zeit sehr konstant spielt. Das ist für uns keine Überraschung. Wir wissen, dass man auch mal mit schwächeren Phasen von einem jungen Spieler leben und umgehen muss. Da muss man ihm heraushelfen.“

Schaaf scheint die Linie zu verfolgen, Özil weiter von Beginn an aufzustellen. „Es ist zu einfach, zu sagen: Lass ihn draußen.“ Stattdessen will der Werder-Trainer Özil die Möglichkeit geben, sich durch Einsatzzeiten neues Selbstbewusstsein zu holen und dadurch wieder konstantere Leistungen abzurufen.

"Man muss Geduld haben"

"Man muss Geduld haben", bestätigt auch Allofs, "er wird da früher oder später rauskommen - ich hoffe früher." Zum Beispiel beim Bundesligaspiel am Sonntag gegen Bayer Leverkusen.

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