111 Jahre Werder Bremen

Sieben neue Ehrenmitglieder zum Werder-Jubiläum

Bremen. Die Ernennung von sieben neuen Ehrenmitgliedern stand im Mittelpunkt des Empfangs von Werder Bremen im Rathaus am Donnerstag. Viele Prominente kamen zum 111-jährigen Klubbestehen nach Bremen.
04.02.2010, 18:37
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Von Ben Binkle
Sieben neue Ehrenmitglieder zum Werder-Jubiläum

Werders neue Ehrenmitglieder: Manfred Müller, Karl Kluge, Karl-Heinz Kamp, Otto Rehhagel, Thomas Schaaf und Willi Lemke

nordphoto

Bremen. Das 111-jährige Jubiläum lockte viele Prominente ins Bremer Rathaus. Bürgermeister Jens Böhrnsen, Innensenator Ulrich Mäurer, Trainer-Legende Otto Rehhagel und Günter Netzer - sie alle waren gekommen, um dem SV Werder Bremen von 1899 zu gratulieren. Oder sich selbst vom Klub ehren zu lassen.

Gleich sieben neue Ehrenmitglieder ernannte Werder-Präsident Klaus-Dieter Fischer während der gut einstündigen Festivität im Bremer Rathaus. An genau dem Ort also, wo die Fußballer vom Werder Bremen ihren Fans die größten Erfolge der Vereinsgeschichte präsentierten: Vier deutsche Meisterschaften, sechs DFB-Pokalsiege und einen Europapokal der Pokalsieger. Gefeiert wurde auf dem Rathausbalkon.

Unter den geladenen Gästen waren auch viele Ex-Spieler. Horst-Dieter Höttges, Mitglied der Europameisterschafts-Mannschaft von 1972 und Bremer Abwehrlegende, war ebenso anwesend wie "Eisenfuß" Dieter Eilts. Bis auf Pico Schütz und den verstorbenen Richard Ackerschott waren auch alle Ehrenspielführer der Grün-Weißen bei der Jubiläumsfeier unter den Gästen.

Mit der Ernennung zum "Ehrenmitglied", so sagte es Präsident Fischer auf seiner Ansprache", wolle der Verein "Danke sagen" für das tolle Engagement über viele Jahre. Ernannt wurden Sportdirektor Klaus Allofs, der allerdings aus persönlichen Gründen nach dem Tod seiner Lebensgefährtin fehlte, Co-Trainer Karl-Heinz "Kalli" Kamp, Leichtathlet Karl Kluge, Ex-Manager Willi Lemke, Ex-Marketing-Geschäftsführer Manfred Müller, Ex-Trainer Otto Rehhagel und der aktuelle Coach Thomas Schaaf. Alle bekamen eine Nachbildung der Bremer Stadtmusikanten als Andenken überreicht.

Werder, so hatte es in seiner Ansprache Bürgermeister Böhrnsen zuvor formuliert, sei "so etwas wie die Stadtmusikanten" für Bremen. Ein Aushängeschild, ein Imageträger. "Wir sind alle stolz auf Werder und darauf, diese Erfolgsgeschichte hier mitzuerleben." Ein kurzer Filmbeitrag "111 Jahre Werder Bremen in vier Minuten" - vom Meistertitel 1965 bis zum Pokalerfolg 2009 - hatte gleich zu Beginn der Veranstaltung für große Unterhaltung und emotionale Momente gesorgt.

Klaus Filbry, der Allofs als Redner vertrat, zog eine positive Bilanz. "Auch die aktuelle Schwächephase in der Bundesliga kann den positiven Blick nicht trüben", sagte Geschäftsführer Marketing, Management und Finanzen, der Werder im finanziellen Bereich gut aufgestellt sieht. "Der Verein ist schuldenfrei und soll das auch bleiben", gab Filbry als Maxime norddeutscher Transferpolitik aus. "Wir können und wir werden das, was andere Vereine finanziell machen, nicht mitmachen." So wird Werder wohl auch die kommenden Jahre als gesunder und starker Verein angehen können.

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