Werder Bremen - Sampdoria Genua heute live Spannung vor dem Genua-Spiel steigt

Bremen. Die Spannung in Bremen steigt. Um 20.45 Uhr (im Liveticker) ist Anpfiff zum Hinspiel in der Champions-League-Qualifikation, dann wird es für Werder Bremen ohne Mesut Özil ernst. Schon jetzt bringen sich zahlreiche Werder- und Genua-Fans in der Innenstadt in Stimmung.
17.08.2010, 19:26
Lesedauer: 3 Min
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Von Ben Binkle

Bremen. Die Spannung in Bremen steigt. Um 20.45 Uhr (im Liveticker) ist Anpfiff zum Hinspiel in der Champions-League-Qualifikation, dann wird es für Werder Bremen ohne Mesut Özil ernst. Schon jetzt bringen sich zahlreiche Werder- und Genua-Fans in der Innenstadt in Stimmung.

2000 Tickets hatte die UEFA den Italienern zur Verfügung gestellt, innerhalb einer halben Stunde waren die Tickets ausverkauft. Für das K.o.-Rückspiel am kommenden Dienstag gibt es längst keine Eintrittskarten mehr. "Wir haben in unserer Geschichte nicht so viele Chancen gehabt", sagte Sampdorias Kapitän Angelo Palombo. Zum letzten Mal spielte "Samp" vor 18 Jahren im Europapokal der Landesmeister mit.

Finanziell steht einiges auf dem Spiel: Die Teilnahme an der Champions League würde Werder Einnahmen von etwa 15 Millionen Euro garantieren. Die Fans der Grün-Weißenzumindest sind optimistisch und glauben an einen Bremer Heimsieg.

Mesut Özil war nicht mehr in Bremen, sein Name fehlte auf der offiziellen Kaderliste für das Hinspiel der Champions-League-Qualifikation. Und weder Trainer Thomas Schaaf noch Kapitän Torsten Frings hatten große Lust, sich zur der Personalie noch weitergehend zu äußern. Trotzdem war der nun "königliche" Nationalspieler das große Thema auf der Pressekonferenz vor dem so wichtigen Spiel.

Sicher, Özil sei ein starker Spieler, der dem Team sehr geholfen habe, sagte ein eher wortkarger Frings: "Aber das Leben geht weiter. Wichtig ist, dass jetzt Ruhe einkehrt." Und auch Trainer Schaaf wollte viel lieber über Sampdoria Genua und die "schwere Aufgabe" sprechen, die in nicht einmal 24 Stunden auf sein Team wartet. Aber auch er musste auf Rückfragen zur alles dominierenden Personalie Özil antworten. "Wir wissen, dass wir mit Mesut Özil stärker sind als ohne ihn", sagte Schaaf, um dann aber gleich anzuschließen: "Wir müssen das als Mannschaft kompensieren, andere Spieler werden sicher stärker werden."

Diese anderen Spieler, die namentlich vor allem Aaron Hunt und Marko Marin heißen, hatte auch Frings im Sinn. "Wir haben genug andere Spieler, die die Klasse haben", sagte der Routinier etwas genervt: "Für uns und unsere Zielsetzung hat sich nichts geändert." Und die Zielsetzung lautet: Erst einmal den Sprung in die Königsklasse zu schaffen. Am Mittwoch soll der Grundstein dazu gelegt werden. "Dafür haben wir doch das ganze letzte Jahr gekämpft", sagt Frings über die beiden anstehenden K.o.-Spiele gegen die Italiener.

Zuversichtlich könne man durchaus sein, sagt Frings, schließlich war Werder in den letzten Jahren ein häufiger Gast in der Champions League - anders als Genua. Die waren zuletzt vor 18 Jahren im Landesmeister-Wettbewerb dabei, entsprechend groß ist die Euphorie in der Heimat, wie Kapitän Angelo Palombo berichtet. "Die Leute in Genua sind heiß", sagt der Routinier, der bereits im neunten Jahr das Sampdoria-Trikot trägt: "Werder ist uns in Sachen Erfahrung sicherlich einen Schritt voraus, zum Favoriten macht sie das aber nicht unbedingt."

"Keine Bedenken" bei Werder

An Wertschätzung für Werder mangelt es vielleicht Genuas exzentrischem Stürmerstar Antonio Cassano (" Gegen Tottenham oder Sevilla hätte ich Bedenken gehabt. Bei Werdernicht"), Trainer Domenico Di Carlo schwärmt hingegen vom Gegner. "Werder ist nicht irgendein Gegner, sie sind körperlich sehr stark und haben großen Respekt verdient", so der 46-Jährige, der sich noch nicht auf eine Aufstellung festgelegt hat. Und anstatt eine Kampfansage loszulassen, stapelte er lieber tief: "Wir müssen zwei perfekte Spiele abliefern, um gegen Werder Bremen eine Chance zu haben".

Und dann, kurz vor Ende der Pressekonferenz, erreichte das Thema Mesut Özil auf die Italiener. Ob denn der kurzfristige Weggang des hochbegabten Spielmachers nun ein Vorteil für die Italiener sei? "Mesut Özil ist ein ganz toller Spieler", lobte Mittelfeldmann Palombo artig, aber auch ohne ihn ist Werder noch immer stark besetzt." Und Trainer di Carlo glaubt, dass sich auch ohne Özil nichts am Spielsystem der Bremer ändern wird. Ein 4-4-2 bleibt ein 4-4-2, in Hunt und Marin stünden ja auch starke Ersatzleute bereit, so di Carlo. Und überhaupt: "Werder Bremen ist nicht nur Mesut Özil." Besser hätten es auch Frings und Schaaf nicht ausdrücken können.

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