Saisonendspurt für die U23 Spitzenspiele in Serie

Auch bei Werders U23 naht das Saisonende. Der nächste Gegner lautet am Sonntag (13 Uhr) Weiche Flensburg. Nach der Niederlage gegen Oldenburg am letzten Spieltag erwartet Trainer Alexander Nouri nun eine Reaktion seiner Mannschaft.
25.04.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Stefan Freye

Man könnte ja eigentlich mal gucken. Sechs Spiele in der Regionalliga Nord stehen noch aus für die Fußballer von Werders U 23 (54 Punkte). Ihr Verfolger Hamburger SV II (52) kommt auf die gleiche Anzahl von Partien, lediglich Spitzenreiter VfL Wolfsburg II (56) hat nur noch fünf Duelle vor der Brust. Da wäre ein Blick auf die kommenden Gegner des Spitzentrios doch reizvoll. Oder, Alexander Nouri? „Ich kenne unser Restprogramm“, sagt der Werder-Trainer, „aber ansonsten möchte ich mich damit nicht großartig beschäftigen.“

Er hat mindestens einen Grund dafür – und der liegt gerade mal eine Woche zurück. „Unser letztes Spiel hat doch wieder gezeigt, dass wir uns nur auf uns konzentrieren sollten“, sagt Nouri. Bei der 0:1-Niederlage in Oldenburg wären schließlich wieder zwei elementare Dinge klar geworden: Die Bremer müssten schon immer ans Limit gehen, um erfolgreich zu sein; schließlich verfolgten andere Mannschaften eben auch ihre Ziele. Der Trainer stellt das also noch einmal klar, und schon befindet er sich in der Analyse der unerwarteten Derbyniederlage. Am vergangenen Spieltag hatte seine Elf sich auf die spielerische Qualität verlassen – und am Ende den Kürzeren gezogen gegen eine Mannschaft, die angesichts des Abstiegskampfes mehr Willen und Einsatzbereitschaft an den Tag legte. „Basistugenden“, sagt Alexander Nouri.

Es werde nun darauf ankommen, ob seine Spieler die Lektion von Oldenburg verinnerlicht hätten. Sie sollten jedenfalls ihre „Einstellung überprüfen“. Rufe das Team dann wieder alle notwendigen Qualitäten ab, wäre es nur sehr schwer zu schlagen. Nouri: „Dann sind wir richtig gut.“ Dieses Vorgehen setze aber eben voraus, dass der Fokus auf der eigenen Leistung liege – und deshalb möchte der Trainer auch nichts wissen vom Restprogramm der Konkurrenz.

Ihm kommt es stattdessen darauf an, dass sein Team am Sonntag (13 Uhr), im Heimspiel gegen Weiche Flensburg, an bessere Zeiten anknüpft. „Die Spieler waren nach der Niederlage in Oldenburg unzufrieden und sehr selbstkritisch. Das ist ein gutes Zeichen, und ich erwarte nun eine Reaktion“, betont Alexander Nouri.

Die Wochen der Entscheidung?

Zumal der Tabellenvierte spielerisch stärker sein dürfte als die Oldenburger, ihnen in Bezug auf die Einsatzbereitschaft aber in nichts nachsteht. „Flensburg hat eine sehr erfahrene und physisch starke Mannschaft, gegen die unangenehm zu spielen ist“, sagt Nouri.

Mit dem Duell gegen Weiche Flensburg beginnt allerdings eine ganze Serie von herausfordernden Duellen. Am kommenden Wochenende tritt Werder beim VfL Wolfsburg II an, und dann geht es zum Nachholspiel beim Hamburger SV II. Das heißt: Die nächsten drei Partien halten für die Bremer also ausschließlich Spitzenspiele bereit, Woche für Woche. Angesichts dieser Paarungen kommt auch Alexander Nouri nicht an der Feststellung vorbei, dass „eine Entscheidung fallen könnte“ in der Regionalliga Nord.

Aber das muss natürlich nicht sein. Es könnte ja auch noch dauern – und dann sind womöglich die Spiele gegen den Lüneburger SK (16.), gegen die FT Braunschweig (18.) und beim BV Cloppenburg (13.) von großer Bedeutung. Bis auf das Spiel gegen das Braunschweiger Schlusslicht dürfte Werder dabei noch einmal ziemlich gefordert sein, sorgten doch gerade die Teams aus dem Tabellenkeller zuletzt für Überraschungen.

Das gilt für die Konkurrenten allerdings gleichermaßen: Auch sie werden gefordert sein. Der HSV II bekommt es zunächst nun zwar ebenfalls „nur“ mit der FT Braunschweig zu tun, muss dann aber zum SV Meppen (7.) sowie zum VfB Lübeck (6.) und empfängt den TSV Havelse (5.) sowie den Goslarer SC (15.). Zwischendurch steht das Spiel gegen Werders U 23 auf dem Programm. Der Spitzenreiter aus Wolfsburg reist an diesem Wochenende zum LSK. Nach dem Spitzenspiel gegen die Bremer warten dann der BV Cloppenburg und der BSV Rehden (12.) auf die Niedersachsen, die zudem auf eigenen Platz gegen Eintracht Braunschweig II (9.) antreten.

Von der Papierform her dürfte es der Tabellenführer Wolfsburg im Schlussspurt also am leichtesten haben. Aber was heißt das schon? Manchmal, verrät Alexander Nouri, ertappe er sich ja auch beim Studium der gegnerischen Aufgaben. „Aber“, sagt er, „es kommt doch immer anders, als man denkt.“

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