Werder II 0:2-Niederlage gegen Goslar

Bremen. In der Startelf standen eine Menge talentierte Spieler, und hat Werder II am Sonnabend mit 0:2 gegen den Goslarer SC verloren. Die Niederlage in der Regionalliga machte mal wieder klar: Namen schießen keine Tore.
17.11.2013, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Bremen. In der Startelf standen eine Menge talentierte Spieler, und trotzdem verlor Werder II mit 0:2 gegen den Goslarer SC Die Niederlage in der Regionalliga machte mal wieder klar: Namen schießen keine Tore.

Geplant war das nicht. Nach zwei Siegen in Folge kassierten die Fußballer von Werder Bremen II gestern eine unerwartete 0:2 (0:0)-Niederlage gegen den Goslarer SC. Der Gast kam nach drei Niederlage in Folge mal wieder zu einem Sieg in der Regionalliga Nord – und die Grün-Weißen zur Erkenntnis, dass elf gute Fußballer noch lange keine gute Mannschaft ergeben.

Es sah schon beeindruckend aus, was Werder II gestern rein von der Papierform her zu bieten hatte. Die Abwehr wurde durch Torhüter Raphael Wolf und Lukas Schmitz verstärkt, im Mittelfeld liefen neben Aleksandar Stevanovic auch Tom Trybull sowie Levent Aycicek auf, im Sturm standen Davie Selke und Melvyn Lorenzen. Der Gastgeber trat also mit insgesamt sieben Spielern an, die bereits des Öfteren im Kader der Profis gestanden hatten. Angesichts dieser nominellen Qualität sollte die Aufgabe gegen Goslar zu lösen sein - dachten die Beobachter dieser Partie und wohl auch die Spieler selbst.

Dass zum Sieg auch Leidenschaft und Einsatzwille notwendig sind, kam allerdings ein bisschen zu kurz bei dieser Betrachtungsweise. „Dabei hatte uns der Trainer vorher noch darauf hingewiesen: Es geht nicht nur mit Fußballspielen“, meinte Tom Trybull. Die Warnung verhallte, denn Werder II vertraute bis zuletzt auf seine spielerischen Vorteile und ließ all die anderen Tugenden vermissen.

So ging eine Partie verloren, die von Bremer Überlegenheit geprägt worden war. „Rund 80 Prozent Ballbesitz“ seiner Mannschaft hatte Werder-Coach Viktor Skripnik ausgemacht. Tatsächlich war Werder aktiver und überwiegend in der Hälfte des Gegners unterwegs. Doch heraus kamen lediglich die Schüsse von Melvyn Lorenzen (13.), Davie Selke (45.) und Luca Zander (56., 73.). Die geringe Anzahl von Chancen führte Trybull auf mangelnde Konzentration im Aufbauspiel zurück: „Im entscheidenden Moment machen wir die Fehler.“

Doch es fehlte noch ein bisschen mehr als nur die nötige Ruhe: Im festen Bewusstsein der eigenen Überlegenheit lullten sich die Bremer selbst ein. Was um so problematischer war, da der Gegner Werders Fehler eiskalt ausnutzte. Vorm 1:0 legte Levent Aycicek für den gerade eingewechselten Marius Kleinsorge mit einem haarsträubenden Fehlpass auf. Der Torschütze machte ein paar Schritte und überwand den überraschten Raphael Wolf mit einem Schuss aus rund 25 Metern. Vorm zweiten Treffer vertändelte Onel Hernandez den Ball am gegnerischen Strafraum, Goslar hatte kaum Mühe, über Garrit Golombek zum Kontertor zu kommen.

Werder Bremen: Wolf – Zander, Pavlovic, Rehfeldt, Schmitz - von Haacke, Trybull, A. Stevanovic, Aycicek (84. Hilßner), - Selke (60. Hernandez), Lorenzen

Goslarer SC 08: Klimo - Schulz, Pannewitz, Kahlert, Ströhl - Evljvsin, Fischer - Hofmann, Hajdari (65. Kleinsorge), Vaughan (86. Hartwig) - Anic (52. Golombek)

Tore: 0:1 Kleinsorge (66.), 0:2 Vaughan (85.)

Schiedsrichter: Neitzel (Hamburg)

Zuschauer: 501

Gelbe Karten: - / Evljvskin, Golombek, Hofmann

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