Regionalliga Nord Befreiungsschlag für Werder II

Hamburg. Das vierte Duell mit einem Nachwuchsteam geriet für die überlegenen Kicker von Werder II zu einem kleinen Befreiungsschlag. Beim 2:1-Sieg auf St. Pauli landeten die Grün-Weißen nämlich den ersten Auswärtserfolg der Saison.
09.11.2013, 17:05
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Von Stefan Freye

Das vierte Duell mit einem Nachwuchsteam geriet für die überlegenen Kicker von Werder II zu einem kleinen Befreiungsschlag. Beim 2:1-Sieg auf St. Pauli landeten die Grün-Weißen nämlich den ersten Auswärtserfolg der Saison.

Nun hat das Warten endlich ein Ende. Nach fünf vergeblichen Anläufen haben sich die Fußballer von Werder Bremen II den ersten Auswärtssieg in der Regionalliga Nord gesichert. Rund 300 Zuschauer erlebten die Premiere beim 2:1 (1:1)-Erfolg im Spiel beim FC St. Pauli II. „Der erste Auswärtssieg war wichtig. Ich hoffe aber, dass wir noch weitere folgen lassen“, meinte Werder-Coach Viktor Skripnik erleichtert.

Vor allem die Erinnerungen an die beiden letzten Auftritte auf fremden Plätzen hatte vor der Partie ja nicht gerade zu großem Optimismus Anlass gegeben. Beim VfL Wolfsburg II waren die Bremer vor rund vier Wochen mit einer 1:6-Niederlage vom Platz gegangen und vor zwei Wochen gar mit 2:9 beim Hannover 96 II unter die Räder gekommen. Angesichts dieser Erlebnisse trat Werder II gestern recht selbstbewusst an beim Nachwuchs des Kiezklubs.

Keine drei Minuten waren gespielt, als Martin Kobylanski mit einem Freistoß aus 25 Metern nur knapp das Gehäuse des Gegners verpasste. Nur wenig später unterstrich der polnische Junioren-Nationalspieler die Ambitionen seiner Mannschaft mit einem zählbaren Erfolg: Eine Kombination über Julian von Haacke und Melvyn Lorenzen landete bei dem 19-Jährigen, der schließlich im Nachschuss zum 1:0 verwandelte. Nach einer Doppelchance für Lorenzen (17.) und erneut Kobylanski (20.) dürfte man auf Seiten der Hamburger bereits etwas nachdenklich geworden sein.

Die Anfangsphase des Spiels hatte jedenfalls eindeutig den Bremern gehört. Druckvoll und konzentriert war der Gast aufgetreten; und St. Pauli noch gut bedient mit dem Zwischenstand. Umso überraschender kam also der Ausgleich, und der offenbarte auch gleich die Defizite der jungen Gästemannschaft. Denn als die Abwehr der Bremer einen Moment lang die Ordnung verloren hatte, stand Kwasi Wriedt völlig frei vor Werders Schlussmann Tobias Duffner und vollendete zum 1:1 (22.).

Als wenig später ein Kopfball von Laurynas Kulikas an den Pfosten des Gäste-Tores klatschte (30.), war das Remis sogar ein wenig schmeichelhaft für die Bremer zu nennen. Sie brauchten nämlich einige Zeit, um den Gegentreffer zu verarbeiten. Doch immerhin: Es gelang Werder II. Denn der Schuss von Aleksandar Stevanovic, der für den bereits geschlagenen Pauli-Keeper Alkan Tunca erst auf der Linie gestoppt wurde (40.), sorgte noch vor der Pause für Torgefahr auf der anderen Seite.

Ein Lattentreffer von Martin Kobylanski aus 20 Metern (65.) bereitete schließlich die Entscheidung vor. Die auch nach dem Wechsel überlegenen Bremer benötigen beim Treffer zum 2:1 allerdings die Hilfe des Gegners. Denn eigentlich war der Schuss von Kobylanski nicht unhaltbar. Unter den Armen von Tunca hindurch gelangte er trotzdem zum 2:1 ins Tor.

„Das war heute ein hart erkämpfter, aber verdienter Sieg“, kommentierte Martin Kobylanski nach seinem zweiten Doppelpack in Folge. Er hatte bereits beim 3:0 gegen den HSV II in der Vorwoche zwei Treffer erzielt.

FC St. Pauli II: Tunca - Schlüter, Uphoff, Rahn, Zazai (69. Pini), Wriedt, Jakubiak, Kulikas (75. Drinkuth), Startsev, Graudenz (79. Apel), Kurt

Werder Bremen II: Duffner - Zander, Rehfeldt, Pavlovic, Sternberg - Bruns, von Haacke (77. Hilßner), A. Stevanovic, Schwede (60. Hernandez) - Lorenzen (65. Aycicek), Kobylanski

Tore: 0:1 Kobylanski (9.), 1:1 Wriedt (22.), 1:2 Kobylanski (80.)

Schiedsrichter: Henrik Bramlage

Zuschauer: 299

Gelbe Karten: Pini / Bruns

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