VfB Oldenburg zu Gast bei Werder II Derbyzeit auf Platz 11

Am Sonntag steht auf Platz 11 am Weserstadion ein kleines Derby an: Werder Bremen II empfängt den VfB Oldenburg - und ist dabei Favorit. Und es gibt ein Wiedersehen mit einem Ex-Bremer beim VfB.
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Von Stefan Freye

In dieser Woche hatte Viktor Skripnik Besuch aus der Heimat: Ein ukrainisches Fernsehteam drehte einen Film über den ehemaligen Nationalspieler. „Wir haben über alles gequatscht“, sagt der Trainer von Werder II.

Natürlich ging es auch um die Perspektiven in seinem Verein: Könnte Skripnik eines Tages mal Cheftrainer werden bei den Grün-Weißen? „Ich bin niemand, der auf so etwas wartet – es kommt, wie es kommt“, sagt der Fußballlehrer. Viel wichtiger sind derzeit ja auch die Aufgaben, die sich Werder II stellen. Am Sonntag (14 Uhr) empfängt das Skripnik-Team schließlich den VfB Oldenburg zum Derby in der Regionalliga Nord. „Nach der Blamage gegen Goslar wollen wir den Zuschauern diesmal eine Freude bereiten“, betont der Trainer.

Das könnte klappen. Dem 1:3 gegen den GSC vor rund zwei Wochen folgte am letzten Spieltag schließlich ein glatter 5:0-Erfolg bei Eintracht Norderstedt. Da zeigte der Tabellenzweite Werder wieder die Leistung, die aus dieser Spielzeit bislang eine Erfolgsstory gemacht hat. „Obwohl wir viele Leistungsträger im Sommer verloren haben, spielen die Jungs eine grandiose Saison“, sagt Skripnik. Ein Heimsieg gegen den VfB wäre nun ein wichtiger Schritt, um „auf der Siegerstraße zu bleiben“.

Zudem erinnert der Werder-Coach an die Bedeutung der Partie für einen seiner Kollegen. Ein „besonderes Spiel“ ist das Duell mit Oldenburg nämlich für Alexander Nouri: Der war nach sehr erfolgreichen Monaten beim VfB zu Werder gewechselt, um einen Platz im Trainerstab einzunehmen. Für Nouri wechselte mit Kristian Arambasic ein anderer Bremer nach Oldenburg, und auch er brennt auf das Duell. „Endlich mal ein Punktspiel gegen Werder II“, sagt der ehemalige Coach der SG Aumund-Vegesack. Eine „Herausforderung“ nennt es Arambasic – schließlich hatte er in Werder vor der Saison den großen Favoriten gesehen. „Nun sind sie neben dem HSV II die absolut stärkste Mannschaft der Liga“, sagt der VfB-Coach.

Seine Mannschaft hat in den vergangenen fünf Partien allerdings zehn Punkte geholt und weist damit die gleiche Bilanz auf wie die Bremer (3-1-1). „Seit fünf, sechs Wochen haben wir einen Lauf“, sagt Arambasic. Als „krassen Außenseiter“ bezeichnet er den VfB trotzdem. Werder müsse schon einen schlechten Tag haben, damit Oldenburg etwas holen könne. Vor allem aber dürfe sein Team nicht im Offensivstil der vergangenen Wochen antreten – das könnte böse betraft werden.

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