Werder II startet in Saisonvorbereitung "Die Jungs sind heiß"

Mit neuen Spielern und einem neuen Co-Trainer hat Werder Bremen II die Vorbereitung auf eine neue Liga begonnen. "Ich habe voll Bock auf diese Aufgabe", meinte Thorsten Bolder, der neu im Trainerteam ist.
23.06.2015, 00:00
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Von Stefan Freye

Der Trainer war nicht vor Ort. Derzeit befindet sich Alexander Nouri in der Ausbildung zum Fußballlehrer Weil sein Lehrgang zum Studium der U 21-Europameisterschaft in Tschechien gereist ist, fand der Trainingsauftakt von Werders U 23 ohne ihn statt. Dafür gab der neue Cotrainer seinen Einstand beim obligatorischen Laktattest zum Auftakt der Vorbereitung in die 3. Liga. „Ich habe voll Bock auf diese Aufgabe“, meinte Thorsten Bolder. Zu Werders Leistungszentrum zählt er bereits seit den 1990-er Jahren.

Bis 2013 war der 50-Jährige für die U 15 des Vereins verantwortlich gewesen, und dieses Team darf noch immer als erfolgreichste Elf in grün-weiß gelten. Satte zwölf Norddeutsche Meisterschaften hatte der Trainer in 15 Jahren gewonnen, ehe er ins Amt des Koordinators gerückt war. Als nach dem Aufstieg in die 3. Liga ein Assistent für die Zeit von Nouris Ausbildung gesucht wurde, lag eine interne Lösung nahe. Überrascht wurde Bolder allerdings schon von der Offerte: „Ich wurde gefragt, und zwei Tage später war ich Cotrainer der U 23.“

Die erste Aufgabe des Neuen: Aufpassen, dass kein Spieler körperliche Schwächen verrät. „Aber es haben alle durchgehalten“, so Bolder lächelnd. Dabei meint er es schon ernst. Ein Laktattest sei „nicht ohne“, und man habe ja nicht selten Spieler erlebt, die im Urlaub zu wenig für die Fitness getan hätten. Bevor er den Bus zum Trainingslager im niedersächsischen Dinklage (bis Freitag) bestieg, räumte er noch mit einem Irrtum auf. Thorsten Bolder sieht sich nicht als Vertreter von Alexander Nouri. Er will ein Teil des gesamten Teams sein, die Fehlzeiten des Cheftrainers also gemeinsam mit Torwarttrainer Manuel Klon und dem ebenfalls neuen Assistenten Florian Bruns kompensieren. Letzterer rückte gerade erst in die Position des Cotrainers auf. Ein Unbekannter ist Bruns allerdings nicht.

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Schließlich absolvierte er in den vergangenen zwei Jahren 54 Spiele im Trikot der U 23. „Die Vorfreude ist riesengroß. Ich kenne 90 Prozent der Spieler und freue mich, an ihrer Entwicklung zu arbeiten“, unterstrich der 35-Jährige. Er macht sich auch keine Sorgen, dass die rund drei Wochen lange Pause zu kurz sein könnte für die jungen Kicker: „Die Euphorie, die bei einem Aufstieg entsteht, führt häufig zu einer schnelleren Regeneration. Die Jungs sind heiß auf die Vorbereitung und die dritte Liga.“

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Motiviert trat der Kader am Montag an - und vollzählig. Neben den fünf externen Neuzugängen Mohamed Aidara (VfB Oldenburg), Artur Piperkov (USA), Thore Jacobsen (Hamburger SV), Björn Rother (Bayer Leverkusen) und Karim Raho (BV Cloppenburg) gaben auch die Aufsteiger aus der U 19 (Pedro Güthermann, Jesper Verlaat, Burak Yigit, Ole Käuper) ihren offiziellen Einstand im Herrenteam. Zudem wurde Jungprofi Martin Kobylanski (war an Union Berlin ausgeliehen) in die U 23 versetzt. Seine Runden drehte der Nachwuchs unter den Augen von Thomas Eichin und Rouven Schröder aus der sportlichen Leitung sowie Christian Vander und Florian Kohfeldt vom Trainerteam der Profis, was einmal mehr den gestiegenen Stellenwert des Talentschuppens unterstrich.

Die eigentliche Aufgabe hat auch Florian Bruns verinnerlicht: „Wichtig ist vor allem, dass wir den ein oder anderen jungen Spieler näher an die Profi-Mannschaft heranführen.“

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