U23 spielt gegen Chemnitzer FC

Kohfeldt muss improvisieren

Werder Bremens U23-Trainer Florian Kohfeldt muss gegen den Chemnitzer FC (Sonnabend, 14 Uhr) seine Abwehr richtig umbauen. Schließlich fehlt nicht nur Luca Zander, der zu den Profis befördert wurde.
07.04.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Stefan Freye
Kohfeldt muss improvisieren

Ganz gelassen: ­Werders U 23-Trainer Florian Kohfeldt muss im Heimspiel gegen Chemnitz auf mehrere Verteidiger verzichten. Aber er will nicht ­klagen.

nordphoto

Werder Bremens U23-Trainer Florian Kohfeldt muss gegen den Chemnitzer FC (Sonnabend, 14 Uhr) seine Abwehr richtig umbauen. Schließlich fehlt nicht nur Luca Zander, der zu den Profis befördert wurde.

So ist das manchmal im Leben eines U 23-Trainers: Vor dem Heimspiel gegen den Chemnitzer FC plagen Florian Kohfeldt ziemliche Personalsorgen, da in Jesper Verlaat und Dominic Volkmer gleich zwei seiner insgesamt drei etatmäßigen Innenverteidiger aufgrund der fünften Gelben Karte gesperrt sind. Und was macht der Kollege aus der Profiabteilung? Alexander Nouri fordert Rechtsverteidiger Luca Zander an zum Bundesligaspiel an diesem Freitag in Frankfurt – damit wird es außen dann auch noch eng. Trotzdem nimmt Kohfeldt die Frage nach einem Abwehrproblem mit einem Lachen auf: „Das kann man wohl sagen.“

Er freut sich eben über die Berufung Zanders, kehrt der Jungprofi doch erstmals seit Monaten wieder in sein eigentliches Team zurück. Zudem fällt der Kicker unter normalen Umständen ja gar nicht aus – Zander soll gleich nach Spielschluss den Heimweg antreten, regenerieren und fit zum Dienst in der U 23 antreten. „Ich hoffe, dass er pünktlich aus Frankfurt zurück ist“, sagt der Trainer. Seine Gelassenheit hat aber noch einen weiteren Hintergrund. Zwar lassen sich Verlaat und Volkmer nicht mal eben so ersetzen. Doch das Team ist taktisch inzwischen sehr flexibel. Wer und wie viele zentrale Defensivspieler neben Torben Rehfeldt antreten, möchte Kohfeldt sich noch überlegen.

Fokus auf den Abstiegskampf

Die Frage, ob Werder mit einer Dreier- oder Viererkette antritt, ist für ihn auch nur ein Aspekt. Ein anderer ist, dass sein Team am Sonnabend mit einer Offensive antreten wird, die beim Gegner „Respekt auslösen“ sollte. Denn diesmal sollen wieder Ousman Manneh und Sambou Yatabaré im Angriff auflaufen; Niklas Schmidt kehrt nach seiner Gelb-Sperre ins zentrale Mittelfeld zurück. „Dann haben wir mit Leon Jensen nun quasi einen weiteren starken Offensivspieler hinzugewonnen“, sagt Kohfeldt über den Torschützen vom Unentschieden am Dienstag. Der Trainer erwartet also eine eigene Mannschaft, die mit einer gewissen Angriffswucht antritt.

Insgesamt gilt: Bis zum Saisonende möchte Kohfeldt nun täglich eine Mannschaft erleben, die sich auf den Abstiegskampf fokussiert. Das Spiel in Erfurt sei mit einer engagierten Leistung ein guter Anfang, sagt der Trainer: „In dieser Emotionalität wollen wir nun bleiben und das bedeutet, dass wir auch gegen Chemnitz brennen müssen.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+