Interview mit Uwe Harttgen "Regionalliga ist kein Selbstgänger"

Bremen. Werder Bremen II hat sich auf Platz fünf der Regionalliga eingerichtet. Vor dem Auswärtsspiel beim Tabellenführer Holstein Kiel hat Stefan Freye mit Nachwuchsdirektor Uwe Harttgen über die Situation der Mannschaft gesprochen.
19.04.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Beim 3:1 in Goslar gelang Werder II am Dienstag der zweite Sieg im sechsten Spiel des Jahres. Die Fußballer haben sich nun endgültig auf Platz fünf der Regionalliga eingerichtet, ohne Perspektiven nach oben oder nach unten. Vor dem Auswärtsspiel beim Tabellenführer Holstein Kiel (Freitag, 19 Uhr) sprach Stefan Freye mit Nachwuchsdirektor Uwe Harttgen über die Situation der Mannschaft.

Nach vielen Spielausfällen und ein paar durchwachsenen Ergebnissen scheint das Team nun auf der richtigen Spur zu sein. Verbinden Sie mit dem Auswärtserfolg in Goslar den Durchbruch?

Uwe Harttgen: Klar ist, dass wir nach oben und nach unten Luft haben, die Mannschaft sich also eingenistet hat. Als Fünfter sind wir im Rahmen, aber sicher wären auch alle froh, wenn wir zu diesem Zeitpunkt noch mehr Möglichkeiten nach oben hätten. Schade, dass wir dort nicht mehr rankommen. Aber wichtig ist, dass die Spieler in den Bundesligakader reinschnuppern können, und das ist im Moment der Fall.

Nun, da die Regionalligasaison dem Ende entgegengeht: Ist sie gegenüber der 3. Liga, aus der Werder II 2012 abstieg, ein Vorteil für die Entwicklung der jungen Fußballer?

Diese Diskussion haben wir immer gehabt, und die Argumente sind bekannt. Als Mannschaft sollte man immer die Zielsetzung haben, so hoch wie möglich zu spielen. Selbst in der Regionalliga wäre ein Spitzenplatz aufgrund der Relegation aber nicht mit dem Aufstieg in die 3. Liga verbunden. Was unsere Spieler betrifft, sieht man schon, dass der eine oder andere mehr Selbstvertrauen hat und dadurch auch etwas mehr auf sich aufmerksam machen kann – und dass unsere Mannschaft insgesamt besser spielt. Trotzdem stellt sich dann die Frage, warum sie nicht weiter oben steht.

Warum?

Das zeigt auch, dass die Regionalliga kein Selbstgänger ist und es auch dort Mannschaften gibt, mit denen man sich messen muss. Ein Team wie Holstein Kiel etwa hat das Niveau der 3. Liga. Dort haben wir uns immer schwergetan, und deshalb wird es Zeit, dass wir uns auch gegen diese Mannschaften durchsetzen.

In der Winterpause wurde bekannt, dass Thomas Wolter im Sommer durch Victor Skripnik als Cheftrainer ersetzt werden und auf den Posten des Sportlichen Leiters wechseln sollte. Könnte die Bekanntgabe des Trainerwechsels die Leistung der Mannschaft beeinflusst haben?

Nein. Sie hat keinen Einfluss, und sie darf auch keinen Einfluss haben.

Im Sommer laufen insgesamt 18 Verträge aus, bei etwa der Hälfte der Spieler, die zum Stamm der Mannschaft von Werder II zählen. Wie geht es weiter mit diesen Personalien?

Derzeit finden Gespräche statt, und zu diesem Zeitpunkt gibt es noch keine Wasserstandsmeldungen.

Thomas Eichin, der Sportliche Leiter der Bremer Profiabteilung, hat zuletzt betont, zukünftig noch mehr auf eigene Spieler setzen zu wollen. Wird diese Haltung die Arbeit des Leistungszentrums positiv beeinflussen?

Wir sind gut aufgestellt, aber auch immer dabei, unsere Arbeit zu optimieren und die Entwicklung der Spieler voranzutreiben. In jedem Fall ist es schön, wenn die Nachwuchsabteilung, ihre Arbeit und ihre Spieler einen hohen Stellenwert genießen. Für die jungen Spieler ist es zudem ein deutliches Signal, die Gelegenheit zu nutzen.

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