Werder Bremen II Remis zum Nouri-Einstand

Erst am Sonnabend war Alexander Nouri auf die Position des verantwortlichen Cheftrainers von Werder II gerückt. Bereits am Sonntag trat er mit seiner Mannschaft zum Regionalligaspiel beim ETSV Weiche Flensburg an – und kam zu einem 1:1-Unentschieden.
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Von Stefan Freye

Erst am Sonnabend war Alexander Nouri auf die Position des verantwortlichen Cheftrainers von Werder II gerückt. Bereits am Sonntag trat er mit seiner Mannschaft zum Regionalligaspiel beim ETSV Weiche Flensburg an – und kam zu einem 1:1-Unentschieden.

Nein, am Sonnabendmorgen habe er noch nicht damit gerechnet, dass er Sonntagnachmittag als Cheftrainer auf der Bank sitzen würde. „Das haben die Verantwortlichen gut verbergen können“, sagt Alexander Nouri lächelnd. Die Beförderung nach dem Abschied von Viktor Skripnik in Richtung Profiteam kam also ziemlich überraschend. Das Ergebnis in Flensburg dagegen eher nicht. „Wir wussten doch, dass Weiche eine Reaktion zeigen wollte und physisch sehr präsent sein würde – da muss man auch mal mit einem Punkt zufrieden sein“, sagte Nouri.

Das Unentschieden beim 15. der Regionalliga bewertete er als Teilerfolg. Natürlich hätte Nouri gern gewonnen zum Einstand. Aber so einfach sei das eben nicht, schon gar nicht „unter diesen Umständen“. Das muss eine Mannschaft ja auch erst mal verkraften. Eben noch hieß der Trainer Viktor Skripnik und nichts deutete darauf hin, dass sich daran in naher Zukunft etwas ändert, und dann rückt plötzlich ein anderer auf die verantwortliche Position.

„Dafür haben die Jungs das Spiel wirklich gut angenommen“, sagte Nouri. Die zweite Umstellung war allerdings schon etwas schwerer zu verdauen für sein Team. Denn nicht ganz unerwartet war Levent Aycicek in Bremen geblieben, um sich mit den Profis auf das Pokalspiel in Chemnitz vorzubereiten. Dass der Kollege Skripnik dem seit Monaten überragenden Mittelfeldspieler offenbar eine etwas größere Rolle zutraut, findet Nouri gut: „Ich freue mich für jeden, der eine Chance bekommt.“

Aber dass Aycicek im Spiel von Werder II eine Lücke hinterlassen würde, war auch klar gewesen. „Ein Mann von seiner Qualität fehlt jeder Mannschaft“, sagt der neue Trainer. Insofern besaßen die Bremer vor allem in der ersten Halbzeit zwar große Spielanteile. So ideenreich und druckvoll wie mit dem kleinen Spielgestalter lief das Spiel des Gastes aber nicht ab. Als Leon Guwara zur Mitte des ersten Durchgangs aus spitzem Winkel ein wahres Traumtor glückte, hatte sich die mit Abstand beste Szene des ersten Spielabschnitts bereits ereignet. Und nach dem Wechsel kam plötzlich der Gastgeber in die Partie. Die Einsatzbereitschaft von Weiche Flensburg wusste zu überzeugen. „Sie sind eine unangenehme Mannschaft“ sagte Nouri – betonte aber, dass die Flensburger dabei nicht unfair agierten. Einer Großchance für Florian Meyer, der aus sieben Metern knapp verpasste (51.), folgte denn auch der verdiente Ausgleich: Nach gut einer Stunde zog erneut Meyer aus 16 Metern ab und überwand Tobias Duffner im Tor der Bremer mit einem Flachschuss. Ein intensives Spiel verzeichnete auch nach diesem Treffer noch Chancen auf beiden Seiten. Weitere Tore gab es allerdings nicht mehr zu sehen.

ETSV Weiche Flensburg: Kirschke - Carstensen, Paetow, Thomsen, Jürgensen - Schulz, Böhnke, Hasanbegovic, Wulff (83. H. Ostermann) , J. Ostermann - Meyer (90. Pastor Santos)

Werder Bremen: Duffner - Rehfeldt, Hüsing, Mainka, Sternberg - Bruns, Guwara, Fröde, Eggestein (66. Schwede) - Lukowicz (89. Capin), Grillitsch (81. Bockhorn)

Tore: 0:1 Guwara (25.), 1:1 Meyer (65.)

Schiedsrichter: Neitzel (Norderstedt)

Zuschauer: 576

Gelbe Karten: Wulff / Bruns

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