Wolfsburg kein Vorbild

Werder hält am U23-Team fest

Es gibt mehrere Bundesligisten, die kein U23-Team mehr haben. Gerade erst löste der VfL Wolfsburg seine oberste Nachwuchsmannschaft ab. Warum Werder diesem Beispiel nicht folgt, hat Frank Baumann erläutert.
14.05.2021, 11:55
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Daniel Cottäus

Der VfL Wolfsburg hat sich entschieden: Bei der Entwicklung von Nachwuchstalenten geht der Fußball-Bundesligist künftig neue Wege. Seine U23, die zuletzt wie Werder Bremens U23 auch in der Regionalliga Nord beheimatet war, hat der Verein vom Spielbetrieb abgemeldet. Sportlicher Ertrag und Kosten standen für die Verantwortlichen in keinem gesunden Verhältnis mehr. Stattdessen sollen die eigenen Talente künftig beim österreichischen Bundesligisten und Kooperationspartner SKN St. Pölten ausgebildet und gefördert werden. Es ist ein Weg, der für Werder Bremen keine Alternative darstellt, wie Sportchef Frank Baumann am Donnerstag erklärte.

"Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass die U23 die letzte und wichtigste Ausbildungsmannschaft bei uns ist", sagte Baumann und verwies auf die Beispiele Florian Grillitsch, Maximilian Eggestein, Davie Selke oder zuletzt Eren Dinkci, die in der Vergangenheit aus der zweiten Bremer Mannschaft den Sprung in die Bundesliga geschafft hatten. "Wir haben aktuell zwölf, 13 Spieler unter Vertrag, die in dieser Saison Bundesliga-Einsätze hatten und früher auch schon U23-Spiele absolviert haben", betonte Baumann.

Lesen Sie auch

Weiterhin einzelne Spieler, "die einen Zwischenschritt benötigen", an andere Vereine ausleihen, will Werder aber sehr wohl. Die feste Kooperation mit nur einem Verein sieht Baumann jedoch nicht als den passenden Bremer Weg: "Wir wollen da einfach flexibel bleiben und im Einzelfall schauen, was der passende Club und was die passende Liga für den Spieler ist."

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+