Werder Bremen II

Werder II besiegt Stuttgart II mit 3:1

Bremen. Werder Bremen II gewinnt sein erstes Heimspiel seit drei Monaten in der dritten Liga und verlässt die Abstiegsplätze. Die Elf von Trainer Thomas Wolter besiegt Stuttgart II mit 3:1 und Niclas Füllkrug erzielt einen Doppelpack.
30.10.2011, 04:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye
Werder II besiegt Stuttgart II mit 3:1

Stallbaum, Balogun und Wegner (von links) freuen sich gemeinsam über den später Sieg gegen Heidemheim.

nph

Bremen. Drei Monate sind eine lange Zeit. Besonders wenn man derart lang auf einen Heimsieg in der 3. Fußballliga wartet. Seit gestern hat die Warterei aber ein Ende: Dank des 3:1 (0:0)-Sieges über den VfB Stuttgart II hat Werder II nun endlich den ersten Dreier auf eigenem Platz eingefahren. Viel wichtiger als der dritte Saisonerfolg war jedoch die Leistung der Bremer: Im Duell mit dem Tabellenvierten aus Stuttgart stellte Werder das eindeutig stärkere Nachwuchsteam.

"Wir haben die Partie spielerisch klar dominiert", meinte Werders Nachwuchsdirektor Uwe Harttgen zufrieden, während Thomas Wolter den "rundum gelungenen Auftritt" seiner Mannschaft lobte. Es geht doch, wird man sich also sagen bei Werder II, und als Erfolgsrezept wird man vermutlich eine bislang fast unbekannte Effektivität vor dem gegnerischen Tor in Erinnerung behalten. Dass die Bremer ihr gutes Spiel und die größeren Spielanteile tatsächlich in drei Tore würden umwandeln können, schien gestern allerdings auch lange Zeit ziemlich fraglich.

Zunächst sollte die unheilvolle Mischung aus Pech und Unvermögen mal wieder den Torerfolg verhindern. Allein vor dem Wechsel hatte Werder II rund ein halbes Dutzend guter Möglichkeiten. Nachdem Malte Grashoff (8.), Max Wegner (16., Latte), Florian Trinks (19., 27.) und Florian Nagel (23.) denkbar knapp gescheitert waren, ergab sich lediglich eine Konsequenz: Andre Weis im Tor des VfB Stuttgart war warm geschossen und zu weiteren großen Taten bereit. Weil dessen Team allenfalls ein-, zweimal gefährlich vor dem Bremer Tor aufgetaucht war, fand Uwe Harttgen, dass "die Führung bereits zur Halbzeit verdient gewesen" wäre.

Aber auch nach dem Wechsel sollte es erst mal im bekannten Werder-Stil weitergehen: Gute Angriffe, gute Chancen, aber keine Tore. Nach einer Stunde deutete vieles auf die Wiederholung so mancher Heimspiele der letzten Zeit hin. Nur dass Werder diesmal eine Art Rekord anstrebte, denn derart dominierend hatte das Team bislang noch nicht gespielt. Doch statt Tristesse gab es die Erlösung, denn Florian Trinks behielt die Nerven und brachte den Pass von Niclas Füllkrug aus kurzer Distanz im Tor unter. Der Vorlagengeber sollte innerhalb weniger Minuten zum Matchwinner avancieren: Niclas Füllkrug, bereits beim Sieg in Babelsberg zweifacher Torschütze, legte zwei Treffer nach, ehe Alexander Hahn per Eigentor für den VfB traf.

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