Werder Bremen II Werders Joker treffen

Bremen. Werder-Coach Viktor Skripnik hat beim 3:0-Sieg über den ETSV Weiche Flensburg mit Selke und Hilßner zwei Torschützen eingewechselt.
03.03.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Viktor Skripnik war zufrieden. „Leider spielen wir nicht jede Woche so“, meinte der Trainer von Werder II nach dem 3:0 (1:0) über den ETSV Weiche Flensburg. Seine Kicker hatten die richtige Antwort gefunden auf die 0:3-Niederlage in Oldenburg. Sie hatten deutlich gemacht, dass der Spitzenkampf in der Regionalliga Nord durchaus noch ein Thema werden könnte – obwohl die Bremer in dieser Formation vermutlich nicht mehr so oft antreten werden.

Denn Werder II bot am Sonntag alles auf, was sich in den vergangenen Monaten in den Fokus der Bundesligamannschaft gespielt hatte: Neben Julian von Haacke, Levent Aycicek und Özkan Yildirim, die bereits in Oldenburg dabei gewesen waren, auch Martin Kobylanski. Allerdings hatte Viktor Skripnik bereits nach der Derby-Niederlage beim VfB unterstrichen, man benötige für gute Leistungen keine „großen Namen“, sondern große Fußballer.

Einen Einfluss auf das Verhalten des Gegners schien das Aufgebot talentierter Jungkicker jedoch zu haben. Denn der Gast aus Flensburg schien beeindruckt und startete – von Werders Offensive unter Druck gesetzt – mit einigen Abwehrfehlern. Der dritte Schnitzer in Weiches Abwehr hatte Konsequenzen: Kobylanski kam auf dem linken Flügel in Ballbesitz, passte in die Mitte, und dort traf Aleksandar Stevanovic aus vier Metern ins leere Tor.

Das hätte durchaus der Auftakt zu einer turbulenten Partie sein können, doch auf diesem Niveau sollte es nicht weitergehen. Weil sich der Gast fing und in der Folge besser stand, und weil Werder in der ersten Halbzeit zwar immer mal wieder Tempo aufnahm, aber sehr selten wirklich zielführend auftrat. Weshalb Chancen im ersten Durchgang Mangelware blieben. Nachdem Weiches Jonas Walter einen Freistoß knapp übers Tor gesetzt hatte (9.), scheiterte Kobylanski, als er aus 16 Metern einen Flensburger Abwehrspieler anschoss (33.). Es war also durchaus Luft nach oben zur Pause.

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Den Bremern musste dies klar geworden sein, denn sie starteten erneut druckvoll, vergaben aber durch Oliver Hüsing eine hochkarätige Chance (47.). Weil der Anfangsschwung diesmal ergebnislos verpuffte, blieb es unnötig spannend. Spätestens zur Mitte der zweiten Hälfte mussten die Bremer sogar aufpassen, dass sie das Spiel nicht völlig aus der Hand geben. Die Flensburger überzeugten nun mit Einsatzbereitschaft, und als Kollektiv funktioniert dieser Gegner sowieso. Weshalb sich das Geschehen nun mehr und mehr in die Hälfte der Grün-Weißen verlagerte. Als Jonas Walter einen weiteren Freistoß durch die von Yildirim und Aycicek gebildete „Mauer“ aufs kurze Ecke zielte, musste sich Richard Strebinger schon sehr lang machen. Die Gäste hatten jedenfalls längst gemerkt, dass etwas drin sein könnte.

„Natürlich wollen sie in einer solchen Situation auch eine Reaktion zeigen“, meinte Skripnik später zur besten Phase der Gäste. Der Trainer hatte mit der Einwechslung von Davie Selke allerdings selbst das Ende der Flensburger Hoffnungen eingeleitet. Denn bald, nachdem der Stürmer den Platz betreten hatte, besorgte er mit einem überlegten Flachschuss aus sechs Metern das 2:0 – und damit auch die Vorentscheidung. Als der ebenfalls eingewechselte Marcel Hilßner in der Nachspielzeit per Freistoß zum Endstand traf, war das Spiel längst entschieden. Werder feierte einen unter dem Strich verdienten Heimerfolg.

Werder Bremen: Strebinger - Obst, Hüsing, Schoppenhauer, Rehfeldt (77. Dudda) - Bruns, von Haacke, Aycicek, Ö. Yildirim (67. Hilßner) - Kobylanski, A. Stevanovic (62. Selke)

ETSV Weiche Flensburg: Kirschke - Hummel, Holand, Kasumovic, Dammann, J. Ostermann (75. Carstensen), Walter, Hasanbegovic, Thomsen, Wulff (75. Webessie), Pastor Santos (88. L. Carstensen)

Schiedsrichter: Sven Schlickmann – Zuschauer: 340

Tore: 1:0 A. Stevanovic (5.), 2:0 Selke (72.), 3:0 Hilßner (90.+3)

Gelb-Rote Karte: Holland (90.+2, Notbremse, Flensburg)

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