3. Liga Werders U23 im Angriff zu harmlos

Das erste Spiel unter der Leitung von Thomas Wolter hat die U23 von Werder Bremen verloren. Gegen den 1. FC Magdeburg ging es mit einem 0:2 vom Platz.
22.09.2016, 00:00
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Von Stefan Freye

Das erste Spiel unter der Leitung von Thomas Wolter hat die U23 von Werder Bremen verloren. Gegen den 1. FC Magdeburg ging es mit einem 0:2 vom Platz.

Vieles stimmte in diesem Fußballspiel. Einen „Riesenspaß“ hatte Thomas Wolter, Interimscoach von Werders U 23, beim Auftritt seiner Mannschaft in der Auswärtspartie beim 1. FC Magdeburg. „Die Jungs haben ein klasse Spiel gemacht.“ Nur das Ergebnis, es wollte nicht so recht passen zu dieser Einschätzung. „Wir haben uns nicht belohnt“, meinte Wolter nach der 0:2 (0:1)-Niederlage.

Dabei war die Chance da, und sie war ziemlich groß. Stark, wie Rafael Kazior zehn Minuten vor dem Ende den eingewechselten Enis Bytyqi per Steilpass auf die Reise schickte. Und Werders junger Stürmer nahm den Ball auch technisch eindrucksvoll mit, lief ein paar Meter, um dann von der Strafraumgrenze unbedrängt abzuschließen. Allerdings fügte sich sein Schuss so gar nicht ein in die imposante Vorgeschichte. Denn Bytyqi schoss hart, aber furchtbar unplatziert. Deshalb war es auch keine richtige Parade, die den Ausgleichstreffer verhinderte – Magdeburgs Torhüter Jan Glinker wurde angeschossen, und von seinem Bein sprang der Ball ins Toraus.

„Uns fehlte das letzte Körnchen“, fand Thomas Wolter später. Das sei auch in dieser Szene deutlich geworden. Sein Team hatte immer mehr Druck entwickelt gegen Ende dieser Partie. Doch letztlich sollte es nicht reichen: Segelte einer der zahlreichen Bremer Freistöße in den Strafraum, so klärte regelmäßig ein Magdeburger per Kopf. Griffen die Bremer an, fehlte oft die nötige Präzision oder es mangelte an der nötigen Entschlossenheit. Viel konnte sich Werder also nicht dafür kaufen, dass es in den letzten Minuten des Spiels so turbulent zugegangen war.

Wie sehr der Gegner aber dem Schlusspfiff entgegen zitterte, wurde auch bei den Personalwechseln von FCM-Coach Jens Härtel deutlich. Der Trainer des Gastgebers ersetzte wenige Minuten vor dem Ende nämlich seinen Stürmer Christian Beck durch den Ex-Oberneulander Steffen Puttkammer, einen ausgewiesenen Defensivspezialisten. Der FCM konzentrierte sich also ganz auf die Sicherung des eigenen Tores, während die U 23 alles nach vorn warf. Bei einem weiteren Freistoß in der Nachspielzeit tauchte Torhüter Michael Zetterer sogar zum wiederholtem Mal im Strafraum des Gastgebers auf. Doch auch diese Chance wurde durch einen Magdeburger geklärt, und so nahm das Schicksal seinen Lauf. Denn der schnelle Tarek Chahed schnappte sich den Ball in der eigenen Hälfte, lief ein paar Meter und traf dann von der linken Seitenauslinie zum 2:0-Endstand ins leere Bremer Tor.

Dass der Ball dabei noch den Pfosten touchierte, passte ins Bild. Die einen, nämlich Werder, hätten vermutlich noch ziemlich lange weiterspielen können ohne zählbaren Erfolg. Die anderen, der 1. FC Magdeburg, benötigten gar nicht so viele Chancen und wurden dabei auch noch vom Glück begünstigt. Schließlich war der Führungstreffer des Gastgebers bereits auf einigermaßen kuriose Weise gefallen. Denn der 20-Meter-Schuss von Marius Sowislo war nicht gerade platziert und druckvoll. Unhaltbar wurde er nur, weil Milos Veljkovic den Ball abfälschte und ihm eine völlig andere Richtung gab. „Ein Glückstor“, so Wolter.

Der Treffer war bitter, nicht nur, weil er die Gäste in Rückstand gebracht hatte. Denn er raubte Werder auch etwas vom Schwung der Anfangsminuten. Die hatten nämlich eindeutig dem Wolter-Team gehört. Als sich der Gast gefangen hatte, sammelte er wieder fleißig Spielanteile. Die Tore sammelte dagegen der Gegner. War Thomas Wolter angesichts der „Spielfreude“ seiner Mannschaft auch ziemlich begeistert, merkte er doch an: „Letztlich musste Magdeburgs Torwart nur einen richtigen Schuss entschärfen.“

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