Werder Bremen Werder bezwingt die "Wölfe"

Bremen. Viele Tore wurden erwartet, viele Tore sind gefallen: Werder Bremen gewinnt verdient 4:2 gegen den VfL Wolfsburg und hält sich damit weiter die Chancen auf einen Platz in der Champions League offen. Vor allem Torsten Frings dürfte dem anwesenden Joachim Löw mal wieder gezeigt haben, dass die Reise für ihn eigentlich nach Südafrika gehen sollte.
16.04.2010, 21:00
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Werder bezwingt die
Von Daniel Stöckel

Bremen. Viele Tore wurden erwartet, viele Tore sind gefallen: Werder Bremen gewinnt verdient 4:2 gegen den VfL Wolfsburg und hält sich damit wieder die Chancen auf einen Platz in der Champions League offen. Vor allem Torsten Frings dürfte dem anwesenden Joachim Löw mal wieder gezeigt haben, dass die Reise für ihn eigentlich nach Südafrika gehen sollte.

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Keines der 30 Pflichtspiele zwischen den beiden Mannschaften endete mit einer Nullnummer. Hinzu kommt: In der laufenden Saison fielen in Partien mit Bremer Beteiligung schon 100 Tore, bei den Wolfsburgern sogar 109.

Und das hat selbstverständlich einen Grund, weiß Werder-Trainer Thomas Schaaf: „Beide Mannschaften haben ihre Spielanlage so ausgerichtet, dass sie nach vorne spielen. Deshalb müssen wir aufpassen, dass Wolfsburg nicht so viel Platz bekommt.“ Dies gilt vor allem für das brandgefährliche Offensiv-Duo der „Wölfe“. Zusammen haben der Brasilianer Grafite und Edin Dzeko (er wurde am Montag zu „Niedersachsens Fußballer des Jahres“gewählt) schon wieder 29 Mal in den gegnerischen Kasten getroffen.

„Da haben sich wirklich zwei gefunden“, zollt Schaaf den beiden Angreifern Respekt. „Sie sind technisch und in Eins-zu-Eins-Situationen stark. Und sie harmonieren gut“, so der Werder-Trainer weiter.

Bange sei den Grün-Weißen deswegen aber nicht: „Wir haben auch in Wolfsburg schon gute Leistungen abgeliefert und viele Tore geschossen.“ Zum Beispiel in der Saison 1999/2000, als die Bremer mit 7:2 bei den „Wölfen“ die Oberhand behielten und den Niedersachsen damit die höchste Bundesliga-Heimpleite ihrer Geschichte beibrachten. „Wir wollen die Leistung aus dem Spiel gegen Freiburg wiederholen und unsere Leistung stabilisieren“, erklärte Schaaf.

"Wir wollen unbedingt wieder in die Europa League"

„Werder ist ein ganz dicker Brocken, aber wir wollen unbedingt wieder in die Europa League. Und dafür sollten wir am besten gewinnen“, sagte "Wölfe"-Abwehrspieler Sascha Riether auf der Wolfsburger Internetseite und forderte seinerseits eine hellwache Leistung der VfL-Defensive. „Wichtig ist, dass zunächst mal die Null wieder steht. Denn was aus einer gesicherten Abwehr alles möglich ist, das haben wir in den letzten Wochen gezeigt“, so Riether.

Mindestens 3500 Werder-Fans haben ihre Mannschaft heute zum ausverkauften Bundesliga-Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg begleitet. Eine Strecke von rund 150 Kilometern, die sich für die Grün-Weißen beim Nord-Derby aber durchaus lohnen könnte. Zuletzt gewannen die Niedersachsen ihre letzten drei Bundesligaspiele in Folge ohne ein einziges Gegentor. Sollten die „Wölfe“ auch gegen Werder keinen Treffer kassieren, würde dies einen neuen Bundesliga-Vereinsrekord bedeuten.

"Das Spiel hat viel Reiz"

Was das Personal angeht, wird Schaaf nichts verändern. „Der Kader wird wieder so aussehen wie zuletzt.“ Stürmer Sandro Wagner wird heute noch einmal für Werder II im Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden auflaufen. „Bei Sandro ist es wichtig, dass er Schritt für Schritt geht“, sagte Schaaf, der im Hinblick auf einen noch möglichen Champions-League-Platz bei seiner bekannten Meinung bleibt. „Wir gucken immer nur auf das nächste Spiel und am Ende schauen wir, was dabei herauskommt. Das Spiel in Wolfsburg hat aber erst mal viel Reiz. Da können wir uns beweisen. “

Die Aufstellung:

Werder Bremen: Wiese - Pasanen, Naldo, Mertesacker, Fritz - Frings, Özil, Marin, Bargfrede, Hunt - Pizarro

VfL Wolfsburg: Benaglio - Riether, Schäfer, Barzagli - Josue, Johnson, Misimovic, Gentner, Hasebe - Dzeko, Grafite

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