Die Born-Affäre (1)

Werder-Boss Born lässt alle Ämter ruhen

Bremen. Jürgen L. Born lässt ab sofort seine Ämter bei Werder Bremen ruhen. Born reagierte damit auf Berichte um die Vorgänge rund um den Transfer des Spielers Roberto Silva.
05.05.2014, 14:07
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Von Ruth Gerbracht und Thorsten Waterkamp

Bremen. Jürgen L. Born lässt ab sofort seine Ämter bei Werder Bremen ruhen. Dies teilte der Geschäftsführer Finanzen und Vorsitzende der Geschäftsführung der Werder Bremen GmbH & Co KG dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Bundesligisten, Willi Lemke, gestern Abend mit.

Born reagierte damit auf Berichte um die Vorgänge rund um den Transfer des Spielers Roberto Silva. Medien in Peru zufolge soll Born bei diesem Transfer Geld erhalten haben, behauptet „Der Spiegel“. Born dementiert dies. Nun soll dem „Spiegel“ eine Zahlungsanweisung von Silvas Berater Carlos Delgado vom 29. August 2001 über 50000 US-Dollar auf Borns Konto bei der Banco de Montevideo vorliegen. Das Dokument stamme laut „Spiegel“ aus den Unterlagen, die Delgados Noch-Ehefrau Fiorella Foré aus Wut auf ihren Gatten aus dessen Haus habe mitgehen lassen.

Born wollte gestern in Hoffenheim nichts zu dem Vorwurf sagen. In einer Presseerklärung ließ er mitteilen: „Auf Basis einer uns im Original vorliegenden Vollmacht des Vereins Sporting Cristal wurde die gesamte Transfersumme von Werder Bremen wie in der Vollmacht verfügt an die vermittelnde Agentur Image überwiesen. Ich selbst habe im Rahmen des Roberto-Silva-Transfers keine Zahlungen erhalten.“ Im „Spiegel“ der Vorwoche wird Born dagegen indirekt zitiert, das Transfergeld von 1,35 Millionen Dollar sei „direkt an den Club Sporting Lima“ gegangen.

Lemke sagte am späten Abend dazu: „Wir werden alles daransetzen, damit es zu einer schnellen Aufklärung kommt.“ Solche Vorwürfe gefährdeten Werders Image. „Deshalb werden wir zur Aufklärung einen unabhängigen und renommierten Wirtschaftsprüfer einsetzen.“ Auch Born sprach später gegenüber dem KURIER AM SONNTAG von Ermittlungen seitens Werder. „Wir sind dabei, jemanden zu beauftragen, der die Hintergründe dieser Vorwürfe recherchiert.“

Dieser Artikel ist am 8. März 2009 im WESER-KURIER erschienen

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