Remis im Nord-Süd-Gipfel Werder bringt einen Punkt aus München mit

München. Werder Bremen hat sich am dritten Bundesliga-Spielzeit auswärts 0:0 unentschieden von Bayern München getrennt. Die beste Torchance der Partie besaß Sebastian Prödl schon in der ersten Hälfte. Der Kopfball des Österreichers ging allerdings nur ans Aluminium.
11.09.2010, 20:20
Lesedauer: 3 Min
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Werder bringt einen Punkt aus München mit
Von Daniel Stöckel

München. Werder-Trainer Thomas Schaaf setzte im 99. Pflichtspiel gegen die Bayern in der Startelf auf die beiden Neuzugänge Wesley und Mikael Silvestre, die zu ihrem Bundesliga-Debüt für die Grün-Weißen kamen. Denn besonders in der Defensive hatten die Werderaner nach den Ausfällen von Naldo und Mertesacker Personalprobleme.

Das erste Ausrufezeichen in der Begegnung setzten die Bremer. Arnautovic versuchte es in der 3. Minute aus zwanzig Metern, der Schuss des Österreichers ging dann aber doch deutlich über das Bayern-Tor.

Kurz danach hatten die Bayern Riesen-Glück: nach einem Marin-Freistoß kam Prödl zum Kopfball. Die Kugel segelte zunächst an den Pfosten, dann vom Körper von Bayern-Torwart Butt an die Torlatte. Das hätte die Bremer Führung sein müssen.

Kurze Zeit später hatten auch die Gastgeber ihre Chance zum 1:0. Contento brachte eine maßgenaue Flanke in den Bremer Stafraum, wo Müller lauerte. Der WM-Torschützenkönig setzte sich gegen Silvestre durch, versuchte, den Ball aus kurzer Distanz über die Linie zu stochern, scheiterte dabei aber ganz knapp (8.)

Im folgenden Spielverlauf waren die Bayern dann zunächst besser in der Begegnung. Und wieder war es Müller, der in der 12. Minute nach einer Flanke von van Bommel völlig frei im Strafraum auftauchte und nur knapp rechts neben das Tor köpfte.

Sechs Minuten später waren dann wieder die Werderaner an der Reihe: Fritz profitierte von Contentos Ballverlust, schob den Ball in die Spitze und nur, weil Butt weit aus seinem Kasten und mitspielte, konnte er einen Treffer des Österreichers verhindern.

Aber die Bayern blieben gefährlich: In der 24. Minute setzte Olic den Franzosen Ribery ein, aber Wiese war mit den Fäusten zur Stelle. Auf der anderen Seite entschärfte Butt einen platzierten Distanzschuss von Marin zu gerade noch zur Ecke (32.).

Werder lauerte auf Konter

Anschließend lauerte die Elf von der Weser auf Konter, Tore fielen in der ersten Halbzeit aber weiterhin nicht. „Wir müssen mutiger und ballsicherer spielen“, sagte Werder-Boss Klaus Allofs, der sich mehr Offensivaktionen der Bremer wünschte.

Und der erste Konter der Werderaner sah gut aus: Arnautovic düpierte in der 50. Minute van Buyten und spielte zu Wesley zurück. Der Schuss des Brasilianers kam dann aber einen Moment zu spät und wurde noch von Badstuber abgeblockt.

Was folgte, war eine Drangphase des deutschen Rekordmeisters aus München. Zunächst setzte der eingewechselte Toni Kroos einen Dropkick knapp am Werder-Tor vorbei. In der 54. Minute hatte der Bruder von Werders Felix Kroos erneut die Chance. Wiese rettete für die Bremer mit einem tollen Reflex.

Arnautovic zwingt Butt zu einer Glanzparade

Auch anschließend bekam die Schaaf-Elf kaum noch eine Pause. Bis zur 64. Minute: Dann setzte sich Arnautovic gegen van Buyten und Badstuber durch – wieder war Butt mit einer Glanzparade zur Stelle.

Nach 69 Minuten war der Arbeitstag von Wesley beendet: Nachdem der Brasilianer schon vorher von einem Krampf geschüttelt worden war, wurde der Mittelfeldspieler von Tim Borowski ersetzt. Und fast hätte „Boro“ die Werderaner direkt in Führung geschossen. Nach einer Marin-Flanke verpasste Borowski den Ball nur knapp.

Die Begegnung blieb im Anschluss zwar spannend, zwingende Torchancen sprangen dabei aber nicht heraus. Ribery setzte einen Freistoß nur über das Tor (83.).

Eingewechselter Almeida hat noch eine Torchance

Sechs Minuten vor Schluss nahm Schaaf Mittelfeldspieler Marin aus der Partie und schickte Hugo Almeida für die restliche Spielzeit auf das Spielfeld. Obwohl der Portugiese in der 88. Minute Butt noch einmal zu einer Parade zwang, fielen auf beiden Seiten keine Tore mehr.

Damit liegt der letzte Heimsieg der Bayern über Werder weiter schon fast fünf Jahre zurück. Im November 2005 siegten die Münchner mit 3:1. Damals hatten noch Pizarro für Bayern und Klose für Werder in die Torschützenliste eingetragen.

Schon am 26. Oktober sind die Grün-Weißen wieder beim deutschen Rekordmeister zu Gast. Dann stehen sich beide Mannschaften in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegenüber.

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