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Kohfeldt über Kainz‘ Kader-Chancen
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„Es kann sogar sein, dass er beginnt“

Malte Bürger 04.12.2018 2 Kommentare

(nordphoto)

Es ist nicht die Saison des Florian Kainz. Immer dann, wenn Werder im DFB-Pokal gegen unterklassige Teams antrat, wusste der 26-Jährige zu überzeugen. Ging es in der Bundesliga dann gegen ebenbürtige Gegner, nutzte Kainz seine Chancen viel zu selten. Kein Tor erzielt, eines in Augsburg vorbereitet – das sind keine allzu guten Werte für einen Spieler, der sich in dieser Serie noch etwas unverzichtbarer machen wollte.

Aktuell ist Florian Kainz allerdings verzichtbar. Das jedenfalls sieht Florian Kohfeldt so, der ihn gegen Bayern München abermals aus dem Kader strich. Zum mittlerweile dritten Mal, auch gegen Freiburg und Mönchengladbach hatte es ihn getroffen. „Es war eine knappe, eine sportliche Entscheidung“, beteuerte Werders Cheftrainer. „Das hat aber nichts für die nächsten Wochen zu bedeuten. Kann sein, dass er beim nächsten Mal wieder im Kader ist, kann sogar sein, dass er beginnt. Es kann aber auch sein, dass er nicht im Kader ist.“

Im Grunde bringt Florian Kainz alles mit, was Werders Spiel aktuell benötigt: eine gehörige Portion Geschwindigkeit, eine Vorliebe für Eins-gegen-Eins-Situationen und technisches Können in den Füßen. Alles Dinge, die bei den Norddeutschen zuletzt viel zu kurz kamen. Das Problem: Der Außenangreifer ruft diese Qualitäten viel zu selten ab. Und da die Bremer auf seiner Position nicht eben spärlich besetzt sind, gibt es dafür aktuell die Quittung. „Er nimmt es sehr professionell auf, trainiert sehr gut und macht auch nicht den Eindruck, dass er eingeschnappt ist, sondern dass er kämpfen will“, sagte Kohfeldt. „Das gefällt mir sehr gut. Aber man muss es auch immer in den Kontext der Alternativen bringen.“

Die unmittelbaren Konkurrenten im Kampf um einen Kaderplatz heißen Martin Harnik, Yuya Osako, Johannes Eggestein und Milot Rashica. Letzterer kennt die Leiden von Florian Kainz nur zu gut, er selbst hat lange Zeit nur auf der Tribüne sitzen müssen. Inzwischen ist der Kosovare wieder nah dran an der Mannschaft, wenngleich seine geplante Einwechslung gegen die Bayern letztlich doch noch platzte (siehe hier). Das sind keine guten Aussichten für Florian Kainz, dem der Bremer Coach dennoch Hoffnung macht. „Ich habe die anderen zuletzt vor ihm gesehen. Das kann nächstes Mal aber wieder anders aussehen.“


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