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Veljkovic über sein Startelf-Comeback
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"Glücklich, wieder da zu sein“

Christoph Sonnenberg 07.10.2019 4 Kommentare

Stand endlich mal wieder auf dem Platz: Milos Veljkovic.
Stand endlich mal wieder auf dem Platz: Milos Veljkovic. (nordphoto)

An der Stirn klebten ein paar grüne Grashalme, wie zum Zeichen des totalen Einsatzes. Im Gesicht klebte aber auch ein Lächeln, wie es vielleicht nur ein Comeback nach langer Zeit ermöglicht. Milos Veljkovic hat gegen Frankfurt seine Rückkehr auf den Platz gefeiert, fast fünf Monate nach seinem letzten Einsatz, dem 2:1-Sieg gegen Leipzig am letzten Spieltag der vergangenen Saison Mitte Mai. Ende Juni musste er sich am Zeh operieren lassen, nachdem eine konservative Behandlung seines Zehenbruchs ohne Erfolg geblieben war. Es liegt also ein langer Weg hinter dem 24-Jährigen.

„Ich bin sehr froh, wieder da zu sein. Dafür habe ich hart gearbeitet“, sagte er nach dem Spiel gegen die Eintracht, das 2:2 ausgegangen war. Da Michael Lang aufgrund von Rückenproblemen erst einmal auf der Bank blieb, rückte Theo Gebre Selassie wieder auf die rechte Außenbahn und Innenverteidiger Veljkovic in die Startelf. Das kam, wie er zugibt, etwas überraschend. Erst seit Kurzem ist Veljkovic zurück im Training. Nach „vier oder fünf Einheiten“ musste er in Frankfurt sofort ran – in einem Stadion, wo immer eine besonders explosive Stimmung herrscht.

Lob von Kohfeldt

Danach gab es ein Lob vom Trainer. „Milos hat mir gut gefallen. Für die Situation, aus der er kommt, sogar sehr gut“, sagte Florian Kohfeldt. Nach der langen Pause waren dem Abwehrspieler ein paar Unsicherheiten durchaus zu verzeihen. „Es gab einige kleine Sachen, in der Spieleröffnung war er manchmal zu hektisch“, meinte Kohfeldt. Aber ohne Spielpraxis, ohne richtige Vorbereitung auf die Saison war das, was Veljkovic ablieferte, trotzdem sehr gut. Auch Sportchef Frank Baumann zeigte Verständnis für den einen oder anderen Wackler des Innenverteidigers: „Dass nach so langer Pause noch nicht alles rund läuft, ist normal.“ Dass Veljkovic sofort zum Einsatz kam, ist bei Werder derzeit ebenfalls normal. „Das zeigt, dass wir jeden gebrauchen können und über jeden froh sind, der zurückkommt”, sagte Baumann.

Wie oft Veljkovic in dieser Saison gebraucht wird, bleibt abzuwarten. „Jeder will Stammspieler sein, ich auch. So wie letzte Saison“, sagte er. „Aber wir müssen zusammenhalten, füreinander da sein und die Spiele so gut bestreiten, wie es geht.“ Auch aufgrund von Veljkovics langer Ausfallzeit hat Werder Ömer Toprak aus Dortmund geholt, mit ihm kämpft der Serbe nun um einen Platz in der ersten Elf. Allerdings hat sich Kohfeldt schon sehr deutlich positioniert, als er Toprak vor gerade mal einer Woche eine Stammplatzgarantie aussprach, sobald dieser fit ist. Da liegt jedoch das Problem: Dauerhaft fit zu sein, ist bei Werder in dieser Saison eher die Ausnahme. Toprak sollte in Frankfurt eigentlich spielen, musste dann aber das Abschlusstraining mit Wadenproblemen abbrechen und seine Pläne über den Haufen werfen. Es ist alles möglich bei Werder derzeit. Veljkovic könnte also bald wieder Gras im Gesicht haben und ein glückliches Lächeln dazu.


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