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Gregoritsch steht auf Werders Liste

Christoph Bähr und Jean-Julien Beer 20.05.2019 14 Kommentare

(nordphoto)

Er gilt als Werder-Schreck: Schon sechsmal traf Michael Gregoritsch in seiner Karriere gegen die Bremer. Damit es nicht noch mehr Treffer werden, könnte sich Werder an einem alten Sprichwort orientieren: „Der beste Weg, seinen Feind zu besiegen, ist es, ihn zum Freund zu machen.“ Gregoritsch ist nach Mein-Werder-Informationen ein Kandidat für die Nachfolge des scheidenden Kapitäns Max Kruse. Werder beschäftigte sich bereits mit dem 25-jährigen Stürmer, legte die Personalie dann aber zunächst auf Eis, weil erst Kruses Zukunft geklärt werden musste.

Inzwischen ist klar, dass Kruse seinen Vertrag nicht verlängert. Also könnte nun Bewegung in die Personalie Gregoritsch kommen. Von Werder-Trainer Florian Kohfeldt ist bekannt, dass er sehr viel von dem elfmaligen österreichischen Nationalspieler hält. Vor Spielen gegen Augsburg lobte er die Stärken des ehemaligen Hamburgers schon mehrmals ausführlich und bezeichnete ihn als „einen Topstürmer der Liga, der unberechenbar ist“. Gregoritsch sei stark darin, gefährliche Zwischenräume zu besetzen und in den Strafraum nachzustoßen, sagte Kohfeldt etwa.

Ein neuer Spielertyp

Wie Kruse ist Gregoritsch eine Mischung aus einem Stürmer und einem offensiven Mittelfeldspieler, auch wenn er ganz anders spielt als der Werder-Kapitän. Mit einer Körpergröße von 1,93 Metern ist Gregoritsch deutlich kopfballstärker als Kruse, ansonsten ist Kruses individuelle Qualität höher. Werder plant nach Mein-Werder-Informationen aber ohnehin, zwei neue Offensivspieler zu holen, um den Abgang des Kapitäns zu kompensieren.

Ob Gregoritsch einer davon wird, hängt auch damit zusammen, wie sich der FC Augsburg verhält. Trainer Martin Schmidt sagte kürzlich, er plane die Zukunft mit Gregoritsch. „Er hat einen langfristigen Vertrag. Deshalb mache ich mir keine Sorgen“, erklärte Schmidt. Derartige Äußerungen gehören allerdings zum Geschäft, um die Verhandlungsposition zu stärken. Laut „transfermarkt.de“ läuft Gregoritschs Vertrag bis 2022, und sein Marktwert beträgt 16 Millionen Euro. Das sind zwei Punkte, die eine Verpflichtung erschweren. Gregoritsch hat jedoch eine eher schwache Saison hinter sich. In 32 Bundesliga-Spielen traf er sechsmal und bereitete zwei Treffer vor. Zwischenzeitlich blieb er vier Monate lang ohne Ligator. Gut möglich also, dass sein Preis etwas gesunken ist.

Auch Anton auf dem Zettel?

Für die Abwehr führt eine Spur zu Hannovers Waldemar Anton. Der 22-jährige deutsche Juniorennationalspieler bringt in der Innenverteidigung mit 1,89 Meter eine mehr als ordentliche Größe mit und sucht nach dem Abstieg einen Erstligaverein, der ihm eine Perspektive bietet, die seinem enormen Potenzial entspricht. Weil Anton keine Ausstiegsklausel hat, wäre die Ablöse frei zu verhandeln. Um Anton werben auch Klubs wie Schalke 04 und der 1. FC Köln. Er könnte vor allem dann für Werder eine gute Option sein, wenn der serbische Nationalspieler Milos Veljkovic ein Jahr vor der Europameisterschaft den Klub wechseln möchte.


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